Basketball-Bundesliga

BG Göttingen: Lomazs-Dreierserie unbelohnt

Die erfolgreichsten BG-Schützen in Hamburg: Dreier-Spezialist Rihards Lomazs (re.) kam auf 26 Punkte, Harper Kamp auf ebenso starke 19 Punkte.
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Die erfolgreichsten BG-Schützen in Hamburg: Dreier-Spezialist Rihards Lomazs (re.) kam auf 26 Punkte, Harper Kamp auf ebenso starke 19 Punkte.

Nach der Corona-Zwangspause und dem 90:102 gegen München hat sich die BG Göttingen mit einem am Ende noch ordentlichen Auftritt bei den Hamburg Towers zurückgemeldet. #

Hamburg/Göttingen – Der starke Schlussspurt im letzten Viertel, das die Veilchen mit 28:20 gewannen, blieb jedoch unbelohnt. Mit dem letzten Wurf nur 1,2 Sekunden vor der Sirene sicherte der nur 1,75 m große T. J. Shorts den Hanseaten beim 93:91 (49:40) doch noch die beiden Punkte.

„Wir hatten zu viele Turn-overs“, musste Göttingens erneut erfolgreichster Punktesammler Rihards Lomazs hinterher einräumen. Die indiskutablen 22 Ballverluste – teils in haarsträubender Form – brachen der BG das Genick. Der einzige, der keinen Ball verlor, war Mathis Mönninghoff. Alle anderen Akteure schenkten zumindest je ein Mal den Ball her, an der Spitze der wieder genesene Luke Nelson, dem die Hamburger fünf Mal den Ball abknöpften. Der Brite berichtete vor dem Spiel bei MagentaSport, dass ihn die Corona-Infektion am härtesten getroffen hatte. Wie der erneut kaum zur Geltung kommende BG-Center Tai Odiase, der schnell zwei Fouls angehängt bekam, blieb Nelson ohne Punkt. Und auch Spielmacher Deishuan Booker kam nur auf einen kümmerlichen Punkt. Neben den Ballverlusten hatte die BG auch große Schwächen an der Freiwurflinie. 65 Prozent Treffer (15 von 23) sind eine dünne Bilanz.

Wo es schwarze Tage für Spieler in einem Team gibt, gibt es andererseits auch Lichtblicke. Dazu zählte eben vor allem Lomazs, der ein schon verloren geglaubtes Match in den letzten fünf Minuten noch (fast) aus dem Feuer riss.

Der Lette (26 Punkte) kam spät in Trefferlaune – aber dann mit Macht: Vier Dreier in Folge, nur unterbrochen von zwei Zählern des ebenfalls starken Harper Kamp, brachten die BG vom 72:83-Rückstand auf 86:87 heran. Kampf traf zur 88:87- und 90:89-Führung, vergab aber ausgerechnet seinen letzten Freiwurf, der das 92:91 gebracht hätte. So hatte Hamburgs Shorts den letzten Angriff und scorte seinen sechsten Punkt in Folge zum Towers-Sieg. Bitterer und unglücklicher kann man kaum verlieren!

Ein weiterer Lichtblick beim Comeback aus der Corona-Auszeit war Akeem Vargas. Endlich einmal wieder zeigte der BG-Kapitän seine Stärke von der Dreier-Linie, verwandelte vier von fünf Versuchen. Bitte weiter so!

„Wir hatten heute unsere Chancen gegen ein sehr gutes und aggressives Hamburger Team. Wir haben aber zu viele Fehler gemacht, hatten 22 Ballverluste, und Hamburg hatte nur fünf. Das hat das Spiel entschieden“, meinte Trainer Roel Moors.

Der BG-Coach weiter: „Aus der Quarantäne herauszukommen und hier heute so aufzulaufen, spricht für die mentale Stärke des Teams. Die Spieler haben keine Ausreden gesucht und versucht, alle Energie, die sie haben, ins Spiel zu bringen. Natürlich bin ich enttäuscht, dass wir verloren haben. Wir hatten einen sehr schlechten Start ins Spiel, aber ich bin stolz darauf, wie meine Spieler reagiert haben.“

Topscorer Lomazs blickte schon voraus: „Wir werden von Spiel zu Spiel besser, bereiten uns für die Pokalendrunde vor.“ Vielleicht könne man dabei überraschen. Erst aber spielt die BG am Freitag (19 Uhr) in Bamberg bei Ex-Trainer Johan Roijakkers. Ein besonderes Spiel!  (haz/gsd)

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