Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen mit starker Serie gegen Topteams

Im Blick zurück: Nelson Weidemann (am Ball) noch im Göttinger Dress in der vergangenen Saison gegen Chemnitz mit Terrell Harris (re.) und Niklas Wimberg. Jetzt spielt er für die Sachsen gegen sein vorheriges Team.
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Im Blick zurück: Nelson Weidemann (am Ball) noch im Göttinger Dress in der vergangenen Saison gegen Chemnitz mit Terrell Harris (re.) und Niklas Wimberg. Jetzt spielt er für die Sachsen gegen sein vorheriges Team.

Von wegen freier, entspannter Sonntagnachmittag! Roel Moors hatte zu der Zeit schon wieder den nächsten TV-Termin, sah sich die Bundesliga-Partie zwischen Bayern München und den Niners Chemnitz an, die die Sachsen überraschend mit 65:63 im Audi-Dome gewannen und damit ihren Ruf als Angstgegner des Trinchieri-Teams zum dritten Mal bestätigten.

Göttingen – Die Sachsen sind am Mittwoch (19 Uhr) der nächste Gegner der BG Göttingen – es ist der zweite Versuch, dass dieses Spiel ausgetragen wird. Am Mittwoch vor Weihnachten war es kurzfristig abgesagt worden, als die Veilchen bereits in Chemnitz übernachtet hatten und am Vormittag des Spieltages die Absage kam – begründet mit mehreren Coronafällen beim Team von Coach Rodrigo Pastore.

Bei der BG zeigte man sich – vorsichtig formuliert – verwundert über die Absage, da sie nicht den BBL-Statuten entsprochen haben soll. Danach muss gespielt werden, wenn mindestens acht Lizenzspieler des Kaders zur Verfügung stehen.

Zumindest macht sich die BG mit wiederhergestelltem Selbstvertrauen auf die erneute Reise nach Chemnitz. Der Sieg in Gießen war einer für die Moral. Statt mit gesenkten Köpfen macht man sich erhobenen Hauptes auf die Tour. „Wir sind als Team zusammengeschweißt“, sagte Harper Kamp nach dem fünften Auswärtserfolg bei den Mittelhessen. „Wir haben viel Leistung gebracht.“

„Es war wichtig, dass Stephen Brown wieder dabei war“, meinte Mathis Mönninghoff. „Nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Defensive.“

Fünf Top-Teams besiegt

Beim Blick auf die aktuelle Tabelle fällt auf, dass die BG nicht nur die ominösen zehn Siege in der Tasche hat, die gemeinhin als nötig erachtet werden, um den Klassenerhalt zu realisieren, sondern dass sie bereits gegen fünf der Top-8-Teams gewonnen hat: Bonn (Heim), Berlin (auswärts), Ulm (auswärts), Crailsheim (Heim) und Ludwigsburg (Heim). Einzig gegen München gab es eine der drei Heim-Pleiten – das letzte Spiel gegen eines der Top-8-Teams steht am Mittwoch (19 Uhr) eben in Chemnitz an, ehe die Hinrunde am kommenden Samstag (18 Uhr) zuhause gegen Frankfurt abgeschlossen wird.

Wie mit Kyan Anderson in Gießen gibt es in der „Messe Chemnitz“ das nächste Wiedersehen mit einem Ex-BGer: Nelson Weidemann wechselte zum Pastore-Team, fiel allerdings nach gutem Start für längere Zeit aus, weil er sich einen Handbruch zuzog. Beim 65:63 in München gehörte er zu den Startern, spielte letztlich aber nur 6:08 Minuten. Neu bei den Chemnitzern ist seit kurzem Eric Washington, der in seinem zweiten Spiel für die Niners elf Zähler zum „Chemnitz- Coup“ beisteuerte, nur übertroffen vom ebenfalls nachverpflichteten Ex-Braunschweiger Trent Lockett (13), der mit zwei coolen Dreiern in der Crunch Time für die Entscheidung sorgte. Reicht bei den Veilchen jetzt die Kraft für die nächste schwere Aufgabe?  (haz/gsd)

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