Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen mit zwei Packungen in die Pause

Wie begossene Pudel: Nach der herben 81:109-Niederlage schleichen die Göttinger Nelson Weidemann (links), Marvin Omuvwie (Mitte) und Dennis Kramer mit hängenden Köpfen vom Parkett der S-Arena.
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Wie begossene Pudel: Nach der herben 81:109-Niederlage schleichen die Göttinger Nelson Weidemann (links), Marvin Omuvwie (Mitte) und Dennis Kramer mit hängenden Köpfen vom Parkett der S-Arena.

Die letzten acht Tage dürften der BG Göttingen sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht in Erinnerung bleiben. Diese gut eine Woche fing erst einmal mit einem 87:82-Sieg bei s.Oliver Würzburg an.

Göttingen – Nur vier Tage später blieben die Veilchen auf ihrer Südtour mit einem 82:80 in Bayreuth erst einmal in der Erfolgsspur. Doch nur jeweils zwei Tage später setzte es in Ulm eine herbe 64:93-Klatsche, die dann gegen die Merlins aus Crailsheim mit dem 81:109 noch bitterer ausfiel.

Die Tabellensituation

Noch haben die Göttinger einen Vorsprung von sechs Punkten auf die beiden Abstiegsplätze, auf denen derzeit die Gießen 46ers und Rasta Vechta stehen. Weitere Konkurrenten um den Klassenerhalt punkten indes – so wie unter anderem Aufsteiger Niners Chemnitz, der sensationell am Sonntag Bayern München mit 85:83 und zuvor Bamberg mit 85:82 bezwang, oder auch die Telekom Baskets Bonn, die in Hamburg 78:71 gewannen. Bis auf den unerwarteten Sieg gegen Ex-Trainer Johan Roijakkers’ Bamberger gab es ansonsten keinen überraschenden Ausreißersieg des Teams von Roel Moors.

Schwankende Leistung

Sie ist derzeit das Manko der Veilchen. Da überragt zum Beispiel Center Tai Odiase gegen Würzburg und Bayreuth mit je 22 Punkten heraus, um dann gegen Crailsheim bei nur fünf Punkten und zwei Rebounds unterzutauchen. Da ist ein Akeem Vargas geholt worden, um das Team zu führen, doch in diese Rolle ist er bis jetzt noch nicht reingewachsen. Vielmehr verlässt sich die Mannschaft zu sehr auf die Dreierspezialisten Luke Nelson und Rihards Lomazs, die zwar häufig liefern, aber zu wenig Unterstützung bekommen. Doch schaut man sich die Statistik an, so haben die Göttinger bei den Drei-Punkt-Würfen die zweitschlechteste Statistik bei 33,5 Prozent. Schlechter ist nur Vechta mit 32,8 Prozent.

Das sagt der Trainer

Roel Moors bemängelte nach dem Spiel gegen Crailsheim nicht das erste Mal die vielen Ballverluste und das viel zu komplizierte Spiel seiner Mannschaft. Hinzu kommt die Inkonstanz in der Defensive, in der den Gegnern zu einfache Würfe gestattet werden. Gegen Crailsheim bemängelte er zudem, dass die Mannschaft das, was sie die letzten Wochen erarbeitet, innerhalb weniger Tage vergessen hat.

So geht es weiter

Am kommenden Wochenende ist erst einmal Länderspielpause (EM-Qualifikation). Doch danach kommen für die Südniedersachsen Spiele, in denen sie punkten können, wenn nicht gar müssen, um nicht in den Abstiegssog gerissen zu werden. Am Samstag, 27. Februar, ist der starke Aufsteiger Chemnitz zu Gast. Ein Sieg würde bedeuten, dass die BG den direkten Vergleich gewonnen hätte. Nur vier Tage später geht’s zum Niedersachsenderby nach Braunschweig. Und am Sonntag darauf folgt das Heimspiel gegen die Frankfurt Skyliners.  (Walter Gleitze(/gsd)

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