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BG Göttingen: Mönninghoff 300 Mal in der 1. Liga

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Von: Helmut Anschütz

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Dynamik: Mathis Mönninghoff (mit der 17 wegen seines Geburtstages) zieht mit Power gegen Würzburgs Felix Hofmann (rechts) zum generischen Korb.
Dynamik: Mathis Mönninghoff (mit der 17 wegen seines Geburtstages) zieht mit Power gegen Würzburgs Felix Hofmann (rechts) zum generischen Korb. © Hubert Jelinek/gsd

Derartige Jubiläen sind auch in der Basketball-Bundesliga nicht alltäglich: Mathis Mönninghoff (29) absolviert am Mittwoch (19 Uhr, MagentaSport) beim Auswärtsspiel der BG Göttingen bei den Niners Chemnitz sein 300. Erstligaspiel.

Göttingen – Intern wird er sogar noch übertroffen: Kapitän Akeem Vargas steht zum 320. Mal auf dem Parkett. Wir sprachen mit Mönninghoff über seine ...

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Jugendjahre in Ibbenbüren: Da fing es an, als ich mit meinem Vater in die Halle gegangen, der selbst Basketball in der 2. Liga gespielt hat. Das Spiel von Papa war mir egal, ich wollte selbst werfen. Mit 14 hab ich schon im Herrenbereich mitgespielt.

Bayer Giants: Mit 15 bin ich nach Leverkusen ins Internat, habe dort in den Jugendmannschaften gespielt.

Gonzaga Bulldogs: Mit 18 bin für zwei Jahre ans Gonzaga-College in Spokane (US-Bundesstaat Washington). Bei Dirk Bauermann (Ex-Bundestrainer, d. Red.) hatte ich Einzeltraining, er hatte Kontakte zu Gonzaga. Ich hab’ da Sportmanagement studiert.

TBB Trier: Von TBB-Trainer Hendrik Rödl (Ex-Bundestrainer, d.Red.) kam dann das Angebot aus Trier. Eigentlich wollte ich vier Jahre bei Gonzaga bleiben. Mit Rödl wollte ich in der Bundesliga den nächsten Schritt gehen. Das dritte Jahr in Trier war das Insolvenzjahr, das war nicht so schön. Kein schöner Abgang, eine schwierige Zeit. Dann kam das Angebot von der ...

BG: Da war Johan Roijakkers schon Trainer. Es war die zweite BBL-Saison der BG mit Spohr, El-Amin, Ruoff. Zwei Jahre war ich in Göttingen, dann kam der Schritt nach ...

Tübingen: Ein Jahr war ich da, aber schnell wieder zurück zur BG. Wenn ich ein Jahr in meiner Karriere nennen würde, wo es nicht so gut lief, dann war es das in Tübingen. Wenn man 33 Spiele verliert und nur eins gewinnt (gegen die BG!, d. Red.), dann ist das nicht cool. Man verbindet das mit der Stadt. Das tat weh, machte keinen Spaß. Das Jahr gehört aber eben zu mir. War vielleicht auch gar nicht schlecht, mal sowas mitzuerleben. Daraus hab’ ich auch gelernt.

Rückkehr zur BG: Die war nicht verkehrt. Jetzt ist es meine vierte Saison bei der BG, insgesamt die sechste.

Erstes Bundesliga-Spiel? Weiß ich gar nicht genau! Könnte mit Trier in der Saison 2012/13 ein Auswärtsspiel in Tübingen gewesen sein. (3.10.2012, Tübingen-Trier 66:77, 2 Punkte, d. Red.)

Größter Erfolg? Das war die Silbermedaille bei der Universiade 2015. Im Finale haben wir gegen die USA nach der zweiten Verlängerung 77:84 verloren. Wir waren ein Super-Team mit Konsti Konga und Dennis Kramer. Vielleicht kommt ja diese Saison noch ein Highlight dazu.

Größter Misserfolg? Die 33 Niederlagen in 34 Spielen im Tübingen-Jahr.

Die meisten Punkte? 22 bei der Pokal-Quali 2021 in Vechta.

Die meisten Rebounds? Auch letzte Saison gegen Chemnitz – ein Double-Double mit 10 Punkten und 10 Rebounds. Werde ich nicht so schnell vergessen. War auch noch ein Highlight für mich.

Nationalspieler? In den U16, U18 und U20-Teams war ich dabei. In der A1 hab’ ich fünf Mal gespielt, in der A2 zwei, drei Jahre. Bei Universiaden war ich zweimal dabei.

Das 300. Spiel? Erstmal ist es nur eine Zahl. Schön aber, das geschafft zu haben. Vor eineinhalb Jahren hätte ich ja fast aufgehört. Jetzt bin ich schon stolz darauf. Trainer Moors gab mir ja die Chance, als Trainingsspieler wieder ins Team zu kommen. Dafür bin ich dankbar. Ich bin super-happy und zufrieden hier. Auch die Fans haben mich gut aufgenommen in Phasen, wo es bei mir nicht gut lief. Auch ihnen bin ich dankbar.

Der 30. Geburtstag am 17. März? Leider mein 30.! Auch nur eine Zahl. Meine Frau wird zuerst 30, da kann ich mir das ja schon mal anschauen.  (Helmut Anschütz/gsd)

Enttäuschung: Mathis Mönninghoff (re.) und Rihards Lomazs vergangene Saison nach der Heimpleite gegen Berlin.
Enttäuschung: Mathis Mönninghoff (re.) und Rihards Lomazs vergangene Saison nach der Heimpleite gegen Berlin. © Hubert Jelinek/GSD
Strahlemann: Mönninghoff (17) mit Akeem Vargas (li.) und Harper Kamp – sie blieben nach der Saison 2020/21.
Strahlemann: Mönninghoff (17) mit Akeem Vargas (li.) und Harper Kamp – sie blieben nach der Saison 2020/21. © Hubert Jelinek/gsd
Familienmensch: Mathis Mönninghoff mit Gattin Catharina, Leno (3) und Emil.
Familienmensch: Mathis Mönninghoff mit Gattin Catharina, Leno (3) und Emil. © Mathis Mönninghoff/privat-nh

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