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BG Göttingen nach Coronafall 72:75 in Bayreuth

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Der einhändige Toolson: Göttingens Dreierspezialist Jake Toolson wirft im Fallen auf den Bayreuther Korb, Kevin Wohlrath (6) versucht es zu verhindern. Links Mathis Mönninghoff und Bayreuths Kay Bruhnke (9).
Der einhändige Toolson: Göttingens Dreierspezialist Jake Toolson wirft im Fallen auf den Bayreuther Korb, Kevin Wohlrath (6) versucht es zu verhindern. Links Mathis Mönninghoff und Bayreuths Kay Bruhnke (9). © imago-images/Peter Kolb

Bittere Niederlage für die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga: Bei medi Bayreuth verloren die Veilchen das Nachholspielspiel vom zweiten Spieltag mit 72:75 (35:36), nachdem der zuletzt so starke Spielmacher Stephen Brown wegen eines positiven Corona-Tests ausgefallen war.

Bayreuth/Göttingen – Ausgerechnet dem herausragenden BGer Kamar Baldwin unterlief kurz vor Ende ein Ballverlust, den die Oberfranken spielentscheidend nutzten.

Schock aber für die BG schon vor dem Spiel: Spielmacher Stephen Brown wurde bereits am Dienstag Corona-positiv getestet, erfuhr es auf der Fahrt nach Bayreuth. Am Spieltag gab es für die Franken und die Göttinger noch PCR-Tests - alle waren negativ. Deswegen wurde auch gespielt.

Brown fuhr mit seinem Auto allein wieder nach Hause, dass ein BG-Mitarbeiter nach Bayreuth gebracht hatte. Für die Veilchen, die sowieso dünn aufgestellt sind mit Spielern, war der Ausfall von Brown natürlich ein sehr großes Handicap. „Das ist für uns eine Herausforderung, andere müssen einen Schritt nach vorn machen“, sagte Coach Roel Moors vorm Spiel. „Es wird unglaublich schwer.“

Der Auftakt war aber gut: Den ersten Korb erzielte Kamar Baldwin, der auch für das 4:3 sorgte. Jeff Roberson markierte das 8:5, Harper Kamp erhöhte auf 10:5. Doch dann drehte sich die Partie in der leeren Oberfrankenhalle, in der beide Teams auf ihren etatmäßigen Spielmacher verzichten mussten: Eben Brown bei BG, Bastian Doreth (Zehenverletzung) bei Bayreuth. Um Kräfte zu schonen, brachte Moors sogar Trainingsspiele Marios Giotis Ende des ersten Viertels, das die Gastgeber schließlich 20:19 vorne sah.

Zu Anfang des zweiten Abschnitts führten die Oberfranken dann 25:19 - zweimal war bei den Göttingern der Ball weg, weil sie sich ihn auf den Fuß dribbelten. Von außen fiel fast nichts bei den Veilchen (nur drei Treffer bei 13 Versuchen), dennoch schaffte Roberson wieder den Anschluss zum 25:26. Toolson verkürzte kurz vor der Pause per Dreier aber noch auf 35:36.

Der Auftakt in die zweite Halbzeit gehörte dann Baldwin mit sieben Zählern in Folge zum 42:36. Doch der Vorsprung war schnell wieder weg - auch weil Kapitän Akeem Vargas ein „Unsportliches Foul“ unterlief: Er landete auf dem Fuß von Marcus Thornton, was im Basketball seit Kurzem als ebensolches Foul geahndet wird, um den Angreifer zu schützen - eine strittige Regel!

Zwei Dreier von Bayreuths starkem Ex-BGer Terry Allen zum 50:49 kippten das Match, in dem es 19(!) Führungswechsel gab, wieder zugunsten der Hausherren – die aber dennoch nach 30 Minuten hinten lagen, weil Baldwin noch per Dreier zum 54:52 für die Veilchen traf.

Im Schlussabschnitt hatte die BG mehrfach die Chance, ihre kleinen Führungen (59:56, 64:60, 66:62) auszubauen, doch Konzentrationsschwächen ermöglichten es den Bayreuthern, bis 3:17 Minuten vor Schluss, zum 66:66 auszugleichen. Die Veilchen machten aus ihren Möglichkeiten einfach zu wenig. So ging die überaus enge Partie in den letzten 163 Sekunden doch noch verloren, obwohl Toolson und Roberson noch zwei Dreier trafen. Und dann war da eben in den letzten Sekunden noch Baldwins folgenschwerer Ballverlust...

Am Samstag geht es weiter bei den Gießen 46ers.

BG: Toolson 10/davon 2 Dreier, Roberson 14/2, Vargas, Hujic 6/2, Hartwich 1, Mönninghoff 5/1, Kamp 11, Baldwin 25/3, Giotis. - Nicht eingesetzt: Boakye, Wüllner.

Erfolgreichste Bayreuther: Allen 19/3, Thornton 16/3, Anim 14.  (haz/gsd)

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