Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Noch mehr Power bei den Veilchen

Das Team der BG Göttingen für die Saison 2021/22: Hinten von links Trainingsspieler Nick Boakye, Mathis Mönninghoff, Harper Kamp, Jeff Roberson, Trainingsspieler Max Wüllner, Philipp Hartwich, Jake Toolson, James Dickey, Co-Trainer Olivier Foucart, Trainer Roel Moors. Vorne von links: Kapitän Akeem Vargas, Kamar Baldwin, Stephen Brown, Trainingsspieler Joris Herbst, Zack Bryant, Haris Hujic.
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Das Team der BG Göttingen für die Saison 2021/22: Hinten von links Trainingsspieler Nick Boakye, Mathis Mönninghoff, Harper Kamp, Jeff Roberson, Trainingsspieler Max Wüllner, Philipp Hartwich, Jake Toolson, James Dickey, Co-Trainer Olivier Foucart, Trainer Roel Moors. Vorne von links: Kapitän Akeem Vargas, Kamar Baldwin, Stephen Brown, Trainingsspieler Joris Herbst, Zack Bryant, Haris Hujic.

Die 13. Saison in der Basketball-Bundesliga – wird sie für die BG Göttingen zu einer Glücks- oder Unglückszahl? Prognosen sind wie schon in der vergangenen Corona-Saison schwierig.

Göttingen - Zumal es bei den Veilchen einmal mehr einen personellen Umbruch der gewohnten, größeren Art gegeben hat. Mit Kapitän Akeem Vargas, Mathis Mönninghoff und Harper Kamp (mit 33 inzwischen der älteste im Team) blieben nur drei Spieler aus der vergangenen, zuschauerlosen Spielzeit.

Spieler wie Luke Nelson, Tai Odiase, Topscorer Rihards Lomazs & Co. bekamen die Fans nie live zu Gesicht. Sie und sechs weitere Akteure verabschiedeten sich wieder aus Göttingen, neun Neue hat Cheftrainer Roel Moors, der in seine zweite Saison geht und selbst erstmals in Göttingen vor Zuschauern spielen wird, rekrutiert.

Schnell in der Offensive und aggressiv in der Defensive versuchte Moors schon vergangene Saison spielen zu lassen – jetzt hofft er, diese Spielweise noch perfektionieren zu können. Das Turbo-Tempo im Umschaltspiel nach vorn war schon in den Testspielen zu sehen. Auch in den zwei wichtigsten Tests im belgischen Antwerpen (95:77) und beim Ligakonkurrenten Hamburg Towers (88:78) hat es schon sehr ordentlich geklappt.

Vor allem das neue „BG-B-Trio“ Kamar Baldwin, Stephen Brown und Zack Bryant sorgte für Express-Basketball der speziellen Art. „Er weiß noch gar nicht, wie gut er ist“, sagte Moors in der Vorbereitungsphase zum Beispiel über Bryant. Baldwin bringt Druck ins Spiel, Brown dirigiert. Die Center Philipp Hartwich und James Dickey bringen die nötige Länge auf das Parkett, der bisherige Zweitligaspieler Haris Hujic hat sich als guter Dreierschütze gezeigt – ebenso Vargas, der sich endlich wieder traut, vom Perimeter zu werfen und zu treffen. Jake Toolson und Jeff Roberson traten bislang nicht spektakulär, aber solide auf. Coach Moors: „Mit der Vorbereitung bin ich relativ zufrieden. In der Defensive haben wir einen Schritt nach vorn gemacht.. Wir wollen eine bessere Position als letzte Saison.“ Kapitän Vargas: „In den Tests haben wir die Gegner in der zweiten Halbzeit müde gespielt.“

Die neue Saison ist auch wieder wirtschaftlich „eine Herausforderung“, sagt Geschäftsführer Frank Meinertshagen. Der Etat sei noch nicht gedeckt, gibt er zu. „Aber es wird wieder eine 3 drei vorn stehen.“ Heißt: Das Budget steigt wieder von 2,5 auf drei Millionen Euro wie vor Corona. Einige Sponsoren seien abgesprungen, viele aber auch dazugekommen.

Der Klubchef sprach erneut auch ein heikles Thema an: Den Bau einer größeren Halle als die S-Arena (3447 Plätze). „In spätestens fünf Jahren brauchen wir eine neue Halle – oder wir spielen in einer anderen Liga oder an einem anderen Ort. Mittelfristig können wir sonst nicht mithalten, sind nicht konkurrenzfähig. Für die 2. Liga stehe ich nicht zur Verfügung. Das ist nicht unser Anspruch. Bei einem sportlichen Abstieg wäre unser Ziel, gleich wieder aufzusteigen.“ Klare Worte auch an die politischen Entscheidungsträger!  (haz/gsd-nh)

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