Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Nun fällt auch noch Nelson aus

Voller Einsatz: Luke Nelson hat den MBCer Quinton Hooker abgehängt und erzielt zwei seiner 13 Punkte. Mitte des dritten Viertels schied der BG-Brite verletzt aus.
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Voller Einsatz: Luke Nelson hat den MBCer Quinton Hooker abgehängt und erzielt zwei seiner 13 Punkte. Mitte des dritten Viertels schied der BG-Brite verletzt aus.

Ihre vierte Niederlage in Folge kassierte die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga – und diese ausgerechnet zuhause mit 58:93 (37:48) gegen den bis dahin sieglosen Mitteldeutschen BC.

Göttingen - Schwerer als diese Niederlage wiegt aber der in der 23. Minute verletzungsbedingte Ausfall ihres Spielmachers Luke Nelson, der bis dahin mit 13 Punkten erfolgreichster Werfer gewesen war. Am Sonntag gab es die vorläufige, niederschmetternde Diagnose: Muskelriss, längere Pause für Nelson! Jetzt hat die BG noch ein Problem.

Überhaupt mussten die Veilchen auf Mathis Mönninghoff, der sich im Training einen doppelten Bänderriss zugezogen hatte und für Wochen ausfallen wird, und auch auf den noch angeschlagenen Jorge Gutiérrez verzichten – sicherlich eine durchaus personelle Schwächung. So stand erstmals Marvin Omuvwie in der Startformation, waren Harper Kamp und auch Trainingsspieler Andrew Onwuegbuzie in den Kader gerückt.

Den besseren Start erwischten die Gäste, die über 7:5 und nach einem 12:0-Lauf auf 19:7 davonzogen. Vor allem war in dieser Phase Shavon Coleman nicht zu halten, der nach dem ersten Viertel acht und bis zur Pause 17 Punkte erzielt hatte. „Ich bin sehr enttäuscht. Wir brauchten mal wieder 25 Minuten, um im Spiel zu sein“, erinnerte sich BG-Trainer Roel Moors an die Niederlage in Crailsheim, wo die Göttinger ebenfalls erst in der zweiten Halbzeit allerdings dann zu spät gegengehalten hatten.

Im Laufe dieser Partie zeigte sich, dass der vor zwei Wochen nachverpflichtete Will Rayman noch kein Faktor darstellt. Er benötigt noch Zeit, um integriert zu werden, sich an Systeme zu gewöhnen.

Bis auf zeitweise 18 Punkte beim 61:43 (26. Minute) zogen die Weißenfelser davon, das Spiel schien zu diesem Zeitpunkt zu Ungunsten der Gastgeber gelaufen. Die gaben sich gleichwohl noch nicht auf und verkürzten beim Stande von 54:70 mit einem 9:0-Lauf auf 63:70. In dieser Phase waren es vor allem Göttingens Galen Robinson, der auf insgesamt zehn Punkte kam, und Aubrey Dawkins, die mit erfolgreichen Würfen, noch einmal für Spannung sorgten. Dawkins war am Ende mit 24 Punkten Topscorer der Partie. Doch immer wenn die BG Hoffnung geschöpft hatte, dieses Spiel noch umbiegen zu können, streuten immer wieder Michal Michalak und der kroatische Nationalspieler Rojo Rogic erfolgreiche Dreipunktewürfe ein. So auch, als Nelson Weidemann mit einem Dreier auf 81:84 verkürzen konnte, konterte Michalak mit einem Dreier zum 87:81 für die Gäste.

„Wir haben zu viele einfache Sachen nicht respektiert. Es gibt momentan nur einen Weg, wir müssen hart arbeiten“, bemängelte Moors, der allerdings auch nicht nach Entschuldigungen suchte, dass durch den personellen Aderlass sein Team geschwächt gewesen wäre.  (Von Walter Gleitze/gsd)

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