Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Rettung mit Superabwehr

Lila Freude über den Sieg und den Klassenerhalt: Der verletzte BG-Kapitän Akeem Vargas (rechts) klatscht seinen vorm „Papplikum“ feiernden Teamkollegen nach dem 68:55 gegen Chemnitz Beifall. 2
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Lila Freude über den Sieg und den Klassenerhalt: Der verletzte BG-Kapitän Akeem Vargas (rechts) klatscht seinen vorm „Papplikum“ feiernden Teamkollegen nach dem 68:55 gegen Chemnitz Beifall. 2

Nanu, was ist denn mit der BG passiert? Wochen-, ja monatelang kritisierte Göttingens Trainer Roel Moors die oft löchrige Defensive. Gegen Chemnitz stellten die Veilchen beim 68:55-Sieg nun aber eine Betonabwehr, an der sich die Sachsen die Zähne ausbissen.

Göttingen – Die Folge: Weniger Gegenpunkte ließ diese Saison nur eine andere Mannschaft zu – Bayern München beim 75:52-Sieg in Frankfurt am 15. November 2020.

Die Folge: Mit dem zehnten Saisonsieg, dem vierten Heimsieg und dem dritten Sieg in Serie machten die Veilchen den Klassenerhalt klar, kletterten auf Tabellenrang zehn. Sechs Siege mehr als die BG in den letzten neun Spielen werden weder Vechta noch Gießen holen. Jede Wette!

Auf die Frage, ob denn nun der Klassenerhalt gesichert sei, antwortete Moors: „Wir müssen bei der BG nicht immer nur über den Klassenerhalt reden.“ Heißt, er traut seiner Mannschaft mehr zu, als nur gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. Zeugt von Selbstbewusstsein, welches dieser Coach zweifellos besitzt. War Moors schon nach dem Sieg in Vechta zufrieden, so sah er nun ein Team, in dem „jeder Spieler inzwischen seinen Job macht, endlich an sich und seine Leistungen glaubt. Wir waren gut vorbereitet, ich bin sehr zufrieden“.

Nicht ein Mal überließen die Veilchen dem Gegner die Führung. Chemnitz kam Mitte des  zweiten Viertels mal auf drei Punkte beim 20:23 heran, doch das Gefühl, die Gastgeber in Gefahr bringen zu können, kam in keiner Sekunde auf, zu dominant agierten die Göttinger in der Defensive, ließen kaum einmal einen leichten Korbwurf der Niners zu. „Wir haben uns konsequent an unser Teamgame gehalten, welches der Trainer vorgegeben hatte“, meinte Center Harper Kamp, der erneut eine solide Leistung gezeigt und mit einem „Buzzer Beater“ zum 53:42, einem Drei-Punkt-Wurf, Ende des dritten Viertels den Sieg endgültig auf den Weg gebracht hatte.

Akeem Vargas, der kurz vor Schluss im Spiel in Vechta nach einem Fastbreak und erfolgreichen Korbwurf umgeknickt war, meinte in der Pause bei MagentaSport: „Ich hatte Glück im Unglück, nur ein Außenbandriss, ich dachte, es wäre ein Syndesmoseband-Riss. Aktuell spielen wir eine gute Defense und füreinander. Vorher war’s wie auf der Achterbahn. Nach meinem TV-Interview gab’s Schimpfworte in der Kabine, aber das Team reagierte gut und der Coach stellte das Training etwas um. Mit Platz elf sind wir nicht zufrieden. Alba Berlin schwächelt wegen der vielen Euroleague-Reisen auch mal in der Liga, vielleicht ist das im Pokal unsere Chance. Ich hoffe, gegen mein altes Team Berlin im Pokal wieder dabei zu sein.“

Mathis Mönninghoff, dem elf Punkte, davon drei erfolgreiche Dreier, gelangen, hob die starke Defensive seiner Mannschaft hervor: „Wir haben Bock zu verteidigen. Wenn wir nur 55 Punkte zulassen, haben wir die Chance zu gewinnen. Vorne haben wir den Ball gut bewegt. Im Februar tat uns die Pause gut, danach hat es ,klick‘ gemacht. Wenn’s läuft, dann läuft’s. Wir sind hungrig.“‘ (Von Walter Gleitze/gsd)

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