Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen setzt Zeichen im Abstiegskampf

Endlich mal wieder die Sieges-Humba zuhause: Die Veilchen Kramer, Kamp, Mönninghoff, Omuvwie, Vargas, Odiase, Dawkins und Booker (v.l.) tanzen nach dem Sieg gegen Bonn ausgelassen auf dem Parkett. 2
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Endlich mal wieder die Sieges-Humba zuhause: Die Veilchen Kramer, Kamp, Mönninghoff, Omuvwie, Vargas, Odiase, Dawkins und Booker (v.l.) tanzen nach dem Sieg gegen Bonn ausgelassen auf dem Parkett. 2

Dieser Sieg war soooooo wichtig! Erleichterung bei der BG Göttingen nach dem 102:99-Sieg nach Verlängerung gegen Bonn nach einem Hitchcock-Krimi. Zum ersten Mal in dieser Saison gab es die Sieges-Humba – völlig neu für die erst zu dieser Spielzeit gekommenen Spieler.

Göttingen – BG-Aufbauhelferin Sandy Tirakitti stimmte sie in Vertretung von Christian Zigenhorn vom Fanklub Veilchen-Power an und brachte das Siegerteam erstmals zum Tanzen. Positives und Negatives vom erst dritten Heimsieg, mit dem die BG ein Zeichen im Abstiegskampf setzte:

. Der Aufgetauchte: Der nachverpflichtete Rihards Lomazs war natürlich der Veilchen-Held mit seinen 38 Punkten. Sie sind die dritthöchste Punkt-Ausbeute der vergangenen zehn Jahre, die neben Lomazs auch TJ Bray (Vechta, 2019), John Bryant (Gießen, 2018), Kerron Johnson (Ludwigsburg, 2014) und Jordan Hasquet (Hagen, 2011) schafften. Frantz Massenat (40 Punkte für Oldenburg 2019) und Kassius Robertson (39 Zähler für Bayreuth 2019) konnten noch mehr Punkte erzielen.

Lomazs hat sich nun auch mit seinen sieben Dreiern gegen Bonn neben Nick Weiler-Babb (München) und Michal Michalak (MBC) an die zweite Stelle geschoben. Besser waren in dieser Saison nur Jordan Swing (Hamburg) und Keith Hornsby (Oldenburg) mit je acht Dreiern. Lomazs bei MagentaSport: „Es war ein Tag, an dem wir vielleicht die bessere Offensive hatten. Da waren wir glücklich. Wir haben wie ein Team gekämpft, standen die ganze Spielzeit zusammen. Das war sehr wichtig.“

. Die Abgetauchten: Wie schon in Berlin gelang Luke Nelson nicht ein einziger Punkt. Nach dem vorherigen Frankfurt-Spiel „ist er in ein Loch gefallen“, wie BG-Chef Frank Meinertshagen meinte. Dem sonst so sicheren Dreier-Schützen zittert offenbar derzeit das Händchen: Fünf Versuche, kein Treffer. Und auch bei der Sieges-Humba hielt sich der Brite zurück, deutete auf seinen schmerzenden Rücken.

Auch von der Treffsicherheit und Explosivität von Tai Odiase war gegen Bonn wenig zu sehen. Seine ersten und einzigen zwei Punkte gelangen dem Center 3:48 Minuten vor Schluss zum 84:80-Zwischenstand.

Auch Aubrey Dawkins und Deishuan Booker waren zunächst kaum zu sehen. Sie steigerten sich aber in der entscheidenden Phase und trugen so mit zum Erfolg bei. Für die „Magenta Top 10“ war dabei vor allem der Hammer-Dunk von Dawkins in der Verlängerung fast aus dem Nichts zum 98:97.

. Das sagt der Chef: „Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Wir hatten gute Phasen und nicht so gute. Wichtig war, dass wir immer wieder zurückgekommen sind“, sagte Veilchen-Geschäftsführer Meinertshagen.

. So geht’s weiter: Am nächsten Samstag steigt das nächste Kellerduell in Vechta. Zumindest für Rasta wohl schon ein vorentscheidendes Spiel. Danach hat die BG vier Heimspiele in Folge: Chemnitz, Ludwigsburg, Gießen, Würzburg. Da sollte die BG den Klassenerhalt klarmachen. Denn danach folgt ein schweres Restprogramm.  (Helmut Anschütz/gsd-nh)

Der neue BBL-Rekordler mit 38 Punkten: Göttingens Rihards Lomazs (am Ball) gegen Bonns James Thompson.

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