Basketball-Bundesliga

BG Göttingen: Siege beim Ex-Trainer sind am schönsten

Erfolgreicher Dreier: Bayreuths Osvaldas Olisevicius (links) kann den BGer Aubrey Dawkins nicht am Wurf hindern.
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Erfolgreicher Dreier: Bayreuths Osvaldas Olisevicius (links) kann den BGer Aubrey Dawkins nicht am Wurf hindern.

Johan Roijakkers gab sich jovial, hatte kurz vor Spielbeginn noch einen Handschlag für Mathis Mönninghoff übrig. Mit alten Bekannten geht man eben freundlicher um als mit unbekannten Kontrahenten.

Bamberg/Göttingen – Mit ihrem ehemaligen Trainer hatten Mönninghoff und seine neuen Mitspieler um Kapitän Akeem Vargas kein Nachsehen. Die BG Göttingen gewann ihr drittes Spiel nach der Coronapause fast sensationell deutlich mit 106:84 (53:39) bei Roijakkers’ neuem Klub Brose Bamberg.

Im 27. Aufeinandertreffen war es für die Veilchen erst der siebte Sieg gegen und in diesem Fall sogar bei den Franken, wo es sonst nur teils böse Haue gegeben hat. In Bamberg kassierte die BG einst auch ihre höchste Erstliga-Pleite mit 44 Zählern Unterschied. Lange her.

Aktuell durften sich die BG über einen richtig guten Auftritt freuen nach einem Offensiv-Feuerwerk, das es lange nicht gab. Geschmälert wird der achte Auswärtssieg auch kaum dadurch, dass Roijakkers auf seine Eckpfeiler Kravish und Vitali sowie die Ex-Göttinger Ruoff und Grüttner verzichtete. Bitter für den Ex-Veilchen-Coach, dass sein Star Devon Hall bei einem Dunk, den Marvin Omuvwie blocken wollte, böse stürzte und mit einer Handverletzung ins Krankenhaus musste.

Nach dem 22:22 nach dem ersten Viertel kam der Veilchen-Express immer besser auf Touren und traf in der ersten Halbezit schon acht von zehn Dreiern. Nach der Pause ging das Schützenfest weiter. Luke Nelson meldete sich mit fünf Dreiern und 22 Punkten nach seiner Infektion zurück. Mit 64 Prozent hatte die BG eine Super-Dreierquote, zu der auch der starke Ex-Bamberger Nelson Weidemann (18 Zähler, 4 Dreier) und Aubrey Dawkins (17, 3 Dreier) beitrugen, der am Samstag 26 wurde. Der 100. Punkte blieb indes Tai Odiase vorbehalten, nachdem ihn zuvor mehrere andere BGer „verweigerten“. Weidemann, der um einen Punkt seine Karriere-Bestmarke verpasste: „Langsam kommen wir wieder in die Form vor der Quarantäne.“

„Es war ein sehr gutes Spiel von uns. Ich bin sehr stolz, wie wir aus der Quarantäne herausgekommen sind“, zeigte selbst der sonst so ernste BG-Coach Roel Moors kurz vor Schluss einen Anflug von freudigem Lächeln. „Das war nicht einfach. Wir haben auch gegen Hamburg schon ein gutes Spiel gezeigt, allerdings haben uns die 22 Ballverluste wehgetan. Heute haben wir den Ball gut bewegt, 25 Assists gegeben und lediglich neun Ballverluste gehabt. Die Stimmung war gut, wir haben einen guten Job gemacht. Alles in allem ein starker Sieg von unserem Team.“

Johan Roijakkers (Headcoach Brose Bamberg): „Ich denke nicht, dass wir heute mental bereit waren. Wir hatten einige Spieler, die schon verletzt waren. Jetzt hoffen wir, dass Devon Hall nicht die restliche Saison ausfällt.“

Doch Roijakkers’ Hoffnung trog: Hall brach sich das Handgelenk doppelt, er fällt für den Rest der Saison aus. Für Bamberg ein herber Verlust für die Playoffs gegen Ludwigsburg.  (Helmut Anschütz)

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