Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: So geht’s runter in den Keller

Trauriger Abgang: Teils gesenkten Hauptes gehen die BGer Marvin Omuvwie (11), Tai Odiase, Akeem Vargas (8), Aubray Dawkins (24), Nelson Weidemann (verdeckt), Harper Kamp, Galen Robinson (25) und Kramer (10) vom Parkett.
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Trauriger Abgang: Teils gesenkten Hauptes gehen die BGer Marvin Omuvwie (11), Tai Odiase, Akeem Vargas (8), Aubray Dawkins (24), Nelson Weidemann (verdeckt), Harper Kamp, Galen Robinson (25) und Kramer (10) vom Parkett.

Nach der sechsten Pleite in Folge kommt Basketball-Bundesligist der Abstiegszone immer näher. „Die Trend ist negativ“, sagte Veilchen-Geschäftsführer Frank Meinertshagen schon nach der Heimpleite gegen Hamburg.

Bonn/Göttingen – Als dreieinhalb Minuten vor Ende des dritten Viertels beim 49:71 der höchste Rückstand auf der Anzeigetafel im Bonner Telekom-Dome stand, fingen sie auf einmal an, couragierter aufzutreten. Die Basketballer der BG Göttingen rissen sich zumindest etwas zusammen, verkürzten die Führung der Rheinländer bis auf neun Punkte (75:84 Mitte des letzten Viertels), doch an der deftigen 87:102-Pleite war am Ende nichts mehr zu ändern. Die Veilchen bleiben im Abwärtstrend. Nach der sechsten Niederlage in Folge rutschen sie den Abstiegsrängen immer bedrohlicher entgegen.

Das Beängstigende dabei: Eine Umkehr des Negativtrends scheint derzeit nur schwer erkennbar! Vor allem der Ausfall von Luke Nelson als zweite Kreativkraft neben Jorge Gutiérrez tut dem Team von Trainer Roel Moors immens weh. Gutiérrez punktete an seinem 32. Geburtstag in Bonn zwar gut (19), doch mit einem Technischen Foul (sein drittes) und einem dummen Offensivfoul beim eigenen Spielaufbau in der eigenen Hälfte (sein viertes) schmälerte der Mexikaner seinen Auftritt.

Auch weitere BGer sind derzeit keine Faktoren. Von Dennis Kramer und Marvin Omuvwie kommt derzeit sehr wenig, Will Rayman (nur 5:28 Minuten nach Verletzung) hat sich noch nicht als Verstärkung erwiesen. Bei Galen Robinson stehen viel Aufwand und wenig Ertrag in einem dünnen Verhältnis. Weidemann, Vargas und Kamp kämpfen im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Bedenklich zudem, dass auch vom späteren BG-Topscorer Tai Odiase und Aubray Dawkins in der ersten Halbzeit nichts zu sehen war: Nur je vier Punkte! Erst als der Rückstand durch am Ende 18 Bonner Dreier (zu) hoch ausfiel, fingen sie an zu punkten. So übertünchte der zumindest anerkennenswerte Endspurt den schwachen Gesamteindruck.

BG-Coach Moors war hinterher ziemlich bedient: „Es hat ganz viel gefehlt, es war ein sehr verdienter Sieg für Bonn. Wir haben in der Defensive viele Probleme und werden im Eins-gegen-eins zu leicht geschlagen. Bonn hatte eine unglaubliche Dreier-Quote, weil wir ihnen aber auch qualitativ gute Würfe gegeben haben. Das kann ich nicht akzeptieren. Unsere Rotation war oft zu spät, woraufhin Bonn 18 von 33 Dreier getroffen hat. Wir müssen unsere Mentalität ändern – dafür gibt es nur eine Lösung: sehr hart arbeiten.“

Da wird sich auch gleich Neuzugang Deishuan Booker einreihen müssen, wenn er seine beiden PCR-Tests auf Corona hinter sich gebracht hat. Da Nelsons Comeback noch offen ist, soll das US-Leichtgewicht (77 Kilo) das Aufbauspiel beflügeln. Bleibt abzuwarten, ob Booker mit seinen nur 23 Jahren dazu in der Lage ist.

Nötig wäre es, denn am kommenden Samstag muss die BG im schon enorm wichtigen nächsten Kellerduell in Gießen antreten. Bei einer eventuellen siebten Pleite in Serie rücken die Abstiegsplätze noch näher.  (haz/gsd-nh)

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