BG Göttingen: Sonntag ist die Bus-Rückfahrt geplant

+
Die Kraft fehlt: Gegen Crailsheim mit Javontae Hawkins setzte sich Göttingens Rastamann Terry Allen (rechts) beim Turnierstart energisch durch, doch zuletzt ging nicht nur der BG-Amerikaner auf dem Zahnfleisch. 

Bei der BG Göttingen beschwören sie ein Basketball-Wunder! Nach der 68:93-Pleite im ersten Viertelfinale droht den Veilchen am Samstagabend um circa 22.15 Uhr das Aus beim Finalturnier in München. Zu krass war gegen Titelkandidat Berlin die Unterlegenheit, als Alba zwischenzeitlich sogar mit 46 Punkten Vorsprung führte.

Die höchste Bundesliga-Klatsche in Bamberg von 2011 (44 Zähler Differenz) verhinderte die BG dank nachlassender Berliner im letzten Viertel, das sie 28:12 gewann.

„Wir müssen auf ein Wunder hoffen“, meinten Spielmacher Bennet Hundt und Coach Johan Roijakkers unisono vor dem zweiten Match gegen Alba am Samstag (20.30 Uhr). „Berlin war eine Nummer zu groß“, sagte Mathis Mönninghoff. „Wir haben unser Bestmögliches herausgeholt. Wichtig ist jetzt: Wir wollen positiv aus dem Turnier herausgehen, alle müssen nochmal eine Super-Leistung zeigen“, so Mönninghoff weiter. Als stärkste Teams sieht er neben Berlin auch Ulm.

Doch in Göttingen zweifelt kaum jemand mehr daran: Eine turbulente Saison mit schwachem Start, starkem Zwischenspurt, einer Corona-Pause und der Teilnahme am BBL-Finalturnier wird an diesem Samstag zu Ende gehen. Der 25-Punkte-Rückstand gegen den Favoriten Alba Berlin lässt sich im zweiten Viertelfinale kaum mehr aufholen. Nur BG-Coach Johan Roijakkers sagte: „Wir müssen so weitermachen, wie wir dieses Spiel beendet haben. Kompliment an mein Team, dass es gegen Alba das letzte Viertel gewonnen hat. Aber unsere Chance ist jetzt sehr klein.“

Eine tolle Aktion war vor dem Spiel gegen Alba die Foto-Präsentation von zwei Veilchen-Fans: Prof. Dr. Jens Frahm und Klaus Janecke waren als zwei von vier von der BBL erlaubten Klubvertretern nach München gefahren und klebten rund ein Dutzend Konterfeis von weiteren BG-Anhängern auf die roten Rückenlehnen der Sitze auf der Haupttribüne des Audi-Domes. Doch auch diese virtuelle Unterstützung konnte an der sportlichen Pleite nichts ändern. „War aber eine coole Aktion und ist uns aufgefallen“, meinte Mathis Mönninghoff bei der BBL-Pressekonferenz am Freitagmittag.

BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen hatte am TV den Eindruck, dass die Mannschaft „körperlich kaputt“ gewesen sei. „Terry Allen war stehend k.o.. Um gegen Alba zu bestehen, muss man topfit sein“, sagte der BG-Chef weiter. „Aber man muss den Hut davor ziehen, wie das Team im vierten Viertel noch Moral gezeigt hat.“

Übrigens: Die BG hat die Rückfahrt bereits geplant. Der lila Team-Bus von Hecker-Reisen aus dem nordhessischen Liebenau ist für Sonntag bestellt, so Meinertshagen. Dann wird die 18-Tage-Tour nach München ihr Ende gefunden haben.  gsd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.