Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Starker Start in die Süd-Serie

Der BG-Brite obenauf: Doch die Szene vom 17. Januar täuscht, denn Luke Nelson (links) und die BG verloren gegen Ulms Ex-BGer Dylan Osetkowski (21) und Thomas Klepeisz (rechts) deutlich.
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Der BG-Brite obenauf: Doch die Szene vom 17. Januar täuscht, denn Luke Nelson (links) und die BG verloren gegen Ulms Ex-BGer Dylan Osetkowski (21) und Thomas Klepeisz (rechts) deutlich.

Überragender Auftakt der Süd-Serie für die BG Göttingen: Beim 82:80 (38:34) in Bayreuth feierten die Veilchen schon ihren vierten Auswärtserfolg und setzten sich mit insgesamt sechs Siegen Richtung Mittelfeld ab.

Bayreuth/Göttingen – Schon am Freitag (19 Uhr, MagentaSport) steht die nächste Auswärtspartie bei ratiopharm Ulm an, ehe es am Sonntag (15 Uhr) zuhause gegen Crailsheim geht.

Erneut nervenstark entschied die BG auch den Mittwochabend-Krimi in Bayreuth, das auf Kapitän Doreth (Wade) verzichten musste, für sich. Die Erfolgsfaktoren waren dabei das gewohnt gute Quartett Tai Odiase (22 Punkte), Aubrey Dawkins (20), Rihards Lomazs (18), Luke Nelson (14) – und der reaktivierte Routinier Harper Kamp (4), ohne den Auftritt der weiteren BGer schmälern zu wollen, die aber insgesamt nur acht Zähler beitrugen.

Ich spiele wieder, damit mich meine Tochter sehen kann

Harper Kamp über sein Comeback und Tochter Marli

Kamp war es schließlich in der spannungsgeladenen Crunch Time, der zum 78:78-Ausgleich traf, ehe er den Ball im dritten Versuch, nachdem Nelson zweimal gescheitert war, zum Sieg in den Bayreuther Korb schummelte. „Ich war eben da“, lächelte Kamp in die Kamera bei MagentaSport. Es waren eben nur vier Punkte von Kamp – aber die wichtigsten des Spiels!

Und was hat nicht geklappt? „Wir arbeiten daran, von Anfang an unseren Rhythmus zu finden. Wir müssen sofort mit Intensität und Rhythmus anfangen“, spielte Kamp auf den 3:15-Start an.

Ähnlich sah es auch BG-Trainer Roel Moors: „Wir lagen im ersten Viertel zurück und haben uns bis zur Pause zurückgekämpft. Das dritte Viertel war für uns dann ein Desaster, denn wir haben 30 Punkte zugelassen. Auch im vierten Viertel sahen wir beim 70:77 schon fast wie der Verlierer aus, doch wir haben auch hier gekämpft und am Ende gewonnen. Zwei Viertel mit wirklich sehr starker Verteidigung waren für uns der Schlüssel zum Sieg. Ein sehr, sehr guter Sieg für uns gegen eine wirklich sehr gute Mannschaft, die heute schmerzlich auf Doreth verzichten musste“, so Moors, dessen Team hauptsächlich mit Bayreuths Litauer Osvaldas Olisevicius (26 Punkte, 17 vor der Pause) Probleme hatte. Die defensive Intensität, starke 13 Offensiv-Rebounds und nur zehn Ballverluste trugen mit zum Erfolg bei.

. Schon am Freitag geht es mit dem zweiten Süd-Spiel in Ulm weiter. Am 17. Januar gingen die BG gegen Ulm mit 74:98 ein, hatten trotz 26 Punkten von Odiase keine Chance. Nun trifft der BG-Center mit Dylan Osetkowski erneut auf seinen Vorgänger, dessen Team aber zuletzt zwei Mal verlor. So wird die Mannschaft von Coach Jaka Lakovic alles daran legen, den Negativtrend mit einem Sieg gegen die BG zu stoppen.

. Corona-Probleme nach dem 87:82-Sieg in Würzburg gab es bei der BG nicht. Am Dienstag wurde nochmal getestet. „Alle negativ“, sagte BG-Chef Frank Meinertshagen. „Sonst hätten wir in Bayreuth gar nicht spielen dürfen.“ Nach der Niederlage gegen Göttingen wurde schon das zweite Würzburger Spiel abgesetzt und das Team in Quarantäne geschickt, nachdem es Unklarheiten um den Test eines Spielers gegeben hatte, der angeblich verwechselt wurde. (HNA berichtete).  (Helmut Anschütz/gsd)

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