Basketball Pokal-Viertelfinale

BG Göttingen träumt gegen Bamberg vom Halbfinale

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Eingekeilt: Bambergs Ricky Hickman (am Ball) gegen Göttingens Dominic Lockhart (links) und Dennis Kramer – eine Szene aus der vergangenen Saison.  

Göttingen. Ungewöhnliche Spiel-Konstellation bei den Veilchen: Brose Bamberg gibt es über Weihnachten im Doppelpack. Erst am Samstag (20.30 Uhr) im Viertelfinale des BBL-Pokals und dann nur fünf Tage später am zweiten Weihnachtstag um 15 Uhr im Punktspiel.

Volle Konzentration gilt zunächst dem Pokal-Match. Nach der Überraschung im Achtelfinale gegen Ludwigsburg hoffen die Veilchen auf die zweite gegen die Franken. Wie schwer dies wird, belegt die Statistik. Seit 1998 trafen beide Klubs 24 Mal aufeinander, 19 Mal gewannen die Bamberger, nur fünfmal die BG, die in Bamberg gänzlich erfolglos ist. 

Im Pokal spielte man bisher nur zweimal gegeneinander. Vor zehn Jahren gewann Bamberg im Achtelfinale mit 76:70. 2009/10 spielte die BG im Pokal-Halbfinale beim Top Four gegen die Franken, die sich mit 71:59 durchsetzten. Bamberg war fünfmal Pokalsieger (1992, 2010, 2011, 2012, 2017). Göttingens größter Pokalerfolg war besagte Halbfinal-Teilnahme 2010.

Duell der Spielmacher

Aber: Pokal-Tradition hat Göttingen durchaus: Der ASC 46 holte den Titel 1984 und 1985 unter Trainer Terry Schofield und mit Wilbert Olinde, dem Vater von Bambergs Louis Olinde, in die Uni-Stadt. Olinde junior und Serbien-Neuzugang Stevan Jelovac pausierten am Mittwoch beim Champions League-Spiel in Dijon (Frankreich).

Im Blickpunkt wird das Duell der Spielmacher stehen. Die BG hofft dabei, dass Michael Stockton an die starke Form vor seiner Hüftprellung anknüpfen kann. Ihm gegenüber steht im Duell der Linkshänder auf der anderen Seite Tyrese Rice. Er wirft 13,1 Zähler im Schnitt und gibt pro Spiel 8,2 Vorlagen – Liga-Bestwert!

Stockton kommt auf 13,6 Punkte pro Spiel und trifft 36,7 Prozent seiner Dreier, das sind 11,7 Prozent mehr als Rice, dessen Werte aber in der Bundesliga und Champions League stark divergieren. International trifft Rice bei 16,2 Gesamt-Zählern pro Spiel 41,7 Prozent seiner Dreierwürfe – eine starke Quote!

Natürlich gibt es in einem solchen Duell von langjährigen Erstligisten auch alte Bekannte. BG-Center Dennis Kramer heuerte nach seiner College-Zeit in Bamberg an, spielte aber 2014/15 nur dreimal im Farm-Team, ehe er nach Trier wechselte. Auch Mathis Mönninghoff und Bambergs Elias Harris kennen sich noch gut aus ihrer gemeinsamen Zeit (2010 bis ‘12) an der Gonzaga University in Spokane (US-Bundesstaat Washington), der Heimat von Michael und seinem Vater John Stockton.

Beide Teams sind obendrein ballsicher. Bamberg verliert nur elfmal den Ball (BBL-Platz zwei), die BG lediglich 12,6 (BBL-Rang sechs). „Es ist nicht mehr das ,David gegen Goliath‘ der vergangenen Jahre“, heißt es auf der BBL-Homepage. Aber die Rollen sind klar verteilt: Bamberg ist der große Favorit, die BG der Außenseiter. (haz/gsd-nh)

Quelle statistische Angaben: BBL-Homepage

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