1. Startseite
  2. Sport
  3. BG Göttingen

BG Göttingen-Trainer Moors: Alle Spieler gut in ihrer Rolle

Erstellt:

Von: Helmut Anschütz

Kommentare

Anweisungen für den Topscorer: BG-Trainer Roel Moors (li.) im Austausch mit Harald Frey.
Anweisungen für den Topscorer: BG-Trainer Roel Moors (li.) im Austausch mit Harald Frey. ©  Imago/Eibner/Guener Santemiz

„Hauptsächlich positiv“ – so ordnet Roel Moors den gelungenen Start der BG Göttingen in die neue Saison der Basketball-Bundesliga ein.

Göttingen – Mit den beiden Auswärtssiegen in Ulm (93:84) und Crailsheim (81:77) hatten – außer dem klub-internen Kreis – wohl nur die 150-prozentigen Optimisten gerechnet. „Die beiden Siege sind gut für die Stimmung“, weiß auch der Trainer der Veilchen nur zu gut.

Sie kann man zweifellos als wohl kaum eingeplante Bonus-Erfolge verbuchen.

„Wir hatten relativ viel Kontrolle über die Spiele“, meint Moors ganz allgemein. Was ihn als Coach erfreulich stimmt, ist nicht zuletzt die Anzahl an Ballverlusten, die sich in beiden Partien mit jeweils elf in einem guten Rahmen hielten.

Als weiteres positives Kriterium führt der belgische Trainer, der nach der Rückkehr aus Crailsheim am frühen Samstagmorgen über das Wochenende frei gab, das schon ganz beachtliche Selbstbewusstsein an, das seine Spieler an den Tag gelegt hätten. „Wir haben viele Würfe aus dem Umschaltspiel nach vorn ("Transition Offense") genommen, da waren auch viele gute dabei“, analysiert Moors. „Insgesamt hatten wir eine gute Balance zwischen Inside- und Outside-Spiel (Dreier). Wir haben einige Spieler, die ein Match entscheiden können.“

Wobei der Veilchen-Coach doch Unterschiede in den beiden Begegnungen ausgemacht hat: „In Ulm war es mehr eine Team-Leistung, in Crailsheim mehr individuelle Leistungen.“ Womit Moors vor allem auf Harald Frey anspielte, der die Partie in der Arena Hohenlohe fast im Alleingang mit dem vorletzten, drittletzten und viertletzten Korb entschied. Gut, dass die BG den stets fröhlichen, norwegischen Blondschopf halten konnte, respektive kein spanischer Klub seine Ausstiegsoption bei den Veilchen nutzte! Überhaupt sprach Moors seinen Mannen ein Pauschallob aus: „Alle waren relativ gut in ihrer Rolle.“ So zum Beispiel Marios Giotis, der gegenüber vergangener Saison viel Einsatzzeit erhielt (Ulm 9:03 Minuten, Crailsheim 14:43 Minuten). Auch wenn der Deutsch-Grieche bei den Merlins drei Mal aus der Ecke den Dreier verpasste, sagt Moors: „Das sind die Würfe, die ich sehen will.“

Bei aller ersten Zufriedenheit weiß aber auch der Coach: „Alles ändert nichts daran, dass wir noch viel Arbeit haben.“ Womit er auch das Personal-Problem hervorholt: Moore weg, Mönninghoff und Wüllner verletzt – auf Dauer wird es mit der kleinen Combo kaum gehen. „Wir brauchen Ersatz“, so Moors, „aber es gibt noch nichts Konkretes.“ Kamar Baldwins Rückkehr sei kein Thema, er wolle sich über die G-League für die NBA empfehlen.

Am Mittwoch ist frei, am Donnerstag startet die Vorbereitung auf das Pokalspiel gegen Ulm am Sonntag.   (Helmut Anschütz/gsd)

Auch interessant

Kommentare