Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Trainer Moors sauer auf seine Veilchen

Der eine war der Anführer, der andere nicht: Robin Amaize (li.) lenkte Braunschweigs Spiel und erzielte selbst noch 25 Punkte, Kamar Baldwin bekam die Partie nicht in den Griff, kam auf elf Zähler. Rechts David Krämer.
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Der eine war der Anführer, der andere nicht: Robin Amaize (li.) lenkte Braunschweigs Spiel und erzielte selbst noch 25 Punkte, Kamar Baldwin bekam die Partie nicht in den Griff, kam auf elf Zähler. Rechts David Krämer.

-Was für ein bitteres Spiel-Ende für die BG Göttingen! Bei den Basketball-Löwen Braunschweig fingen die Veilchen gut an und hörten dann schlecht auf.

Braunschweig – Auf dem Scouting-Bogen stand schließlich eine harte 77:97 (45:45)-Pleite, die durch ein desaströses Schlussviertel, das 18:32 verloren ging, zustande kam. Was bedeutet: Im BBL-Pokal ist schon im Achtelfinale Endstation, die durchaus erfreuliche Pokal-Story der vergangenen Jahre ist jäh beendet worden.

BG-Coach Roel Moors ging hinterher mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: „Wir waren das ganze Spiel schlecht“, wollte er auch von einem guten ersten Viertel nichts wissen. Auch die Zehn-Punkte-Führung (31:21) zu Beginn des zweiten Abschnitts ließ er nicht gelten. „Wir haben wieder keine Defense gespielt, unsere Abwehr war ein Witz. Und wir haben auch wieder zu wenig Würfe kreiert.“ Sehr nachdenklich und in sich gekehrt verließ Moors die Pressekonferenz in der Volkswagenhalle, in die sich gut 120 BG-Fans unter die insgesamt nur 1586 Zuschauer aufgemacht hatten. Auch sie wurden bitter enttäuscht.

Dabei war das erste Viertel im Gegensatz zur Trainer-meinung noch sehr ansehnlich. Die Veilchen hatten das Match im Griff, führten zeitweise mit zehn Zählern. Doch bis zur Halbzeit gaben sie den Vorsprung schon aus der Hand. Auch weil Braunschweig mit dem Ex-Bayern-Start Robin Amaize einen Anführer (25 Punkte) auf dem Feld hatte, woran es der BG nach der Pause mehr und mehr mangelte.

Beim 59:65 nach 30 Minuten war sogar noch alles drin für die BG. Doch zwei Buzzer Beater-Dreier der Löwen durch Braunschweigs Sehnal und Krämer zu Beginn des letzten Viertels schraubten den Rückstand auf zwölf Zähler hoch.

Danach knickten die Veilchen völlig ein, von Teamspiel war nur noch wenig zu sehen, jeder versuchte frustbedingt allein sein Ding. Eine Führungspersönlichkeit wie Amaize bei den Löwen war auf Gästeseite nicht zu erkennen. Auch die Defensive zeigte Auflösungserscheinungen, Braunschweig baute seinen Vorsprung bis auf 23 Punkte aus.

Entsprechend angefressen war Coach Moors: „Braunschweig hat ohne Frage verdient gewonnen. Obwohl sie erst vor zwei Tagen gegen den MBC ein Spiel hatten, das in die Verlängerung gegangen ist, haben sie mit mehr Energie gespielt als wir. Es ist nicht akzeptabel, wie wir gespielt haben. Anstatt dass wir ihnen ihre Stärken weggenommen haben, haben wir Braunschweig so spielen lassen, wie sie es wollten. Unseren Plan haben wir nicht umgesetzt – wenn man auf die Assists und die Freiwürfe schaut, sagt das alles.“ Und auch die Rebound-Duelle wurden klar mit 29:39 verloren.

.  Für Mathis Mönninghoff, der mit 30:22 Minuten am längsten auf dem Parkett stand, stand die Partie unter einem besonderen Aspekt: Seine Frau Catharina erwartet das zweite Kind, vorausberechneter Geburtstermin war am Sonntag.   (Helmut Anschütz/gsd)

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