Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen trennt sich von Dickey und Bryant

BG-Aus unterm Korb: Center James Dickey (li., beim Pokal-Aus in Braunschweigs gegen Martin Peterka).
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BG-Aus unterm Korb: Center James Dickey (li., beim Pokal-Aus in Braunschweigs gegen Martin Peterka).

Paukenschlag bei der BG Göttingen! Mit sofortiger Wirkung trennen sich die Veilchen gleich von zwei Spielern: Center James Dickey und Guard Zack Bryant verlassen den Göttinger Basketball-Bundesligisten!

Göttingen – Wie üblich „im gegenseitigen Einvernehmen“ wurden die Verträge mit den beiden US-Amerikanern aufgelöst. Die BG berichtet in einer Pressemitteilung davon, dass Bryant von sich aus um eine Vertragsbeendigung gebeten habe. Er möchte sich einem anderen Klub anschließen. „Er geht nach Finnland“, verriet BG-Chef Frank Meinertshagen. Für Dickey läge ein Angebot aus Israel von Hapoel Haifa BC vor. So habe sich die BG auch mit dem Center auf eine Trennung geeinigt. Dickey flog schon Montag nach Israel, ehe es eine Einreisesperre gibt, so Meinertshagen.

Nun ist guter Rat teuer! Trainer Roel Moors hatte mehrfach betont, in dieser Saison nicht wieder so viele Personalwechsel vornehmen zu wollen wie in der vergangenen Spielzeit, als sich das Spieler-Karussell munter drehte und es sechs Wechsel gab. Kontinuität war jetzt gefragt, doch damit ist es jetzt durch den Doppel-Abgang erstmal vorbei.

Unglücklich natürlich auch der Zeitpunkt der beiden Wechsel. Am kommenden Samstag (18 Uhr, MagentaSport) setzt die BG die Bundesliga-Runde nach der Länderspiel-Pause am vergangenen Wochenende mit dem Auswärtsspiel beim starken Aufsteiger MLP Academics Heidelberg fort. Statt dass der Abgang nach dem letzten Spiele gegen Bayern München vollzogen wurde, geht er nun fünf Tage vor dem Auftritt bei den Kurpfälzern über die Bühne.

Und so schnell Ersatz zu finden, scheint schier unmöglich. „Ich glaube nicht, dass an diesem Wochenende schon neue Spieler dabei sein werden“, sagte Moors gestern am frühen Nachmittag. Was sprach für die Trennung von Dickey und Bryant? „Einfach, dass es besser war für beide Seiten, eine Lösung zu finden“, so Moors.

Letzmalig war der Coach nach der Niederlage gegen München nicht mit der Leistung von Dickey zufrieden – ebenso nicht mit denen von Philipp Hartwich und Harper Kamp. Da diese aber einen deutschen Pass haben, kamen sie für eine Trennung nicht infrage. Einen adäquaten und bezahlbaren US-Spieler zu finden, ist leichter als einen deutschen Akteur.

Der (zu) schmächtige Dickey kam in sieben Spielen auf 17:15 Minuten Einsatzzeit pro Spiel und 6,6 Punkte im Schnitt sowie 6,1 Rebounds. Zack Bryant stand in fünf Partien 16:19 Minuten auf dem Parkett, markierte fünf Zähler – bei beiden keine umwerfenden statistischen Werte.

Nach dem aktuellen Stand wird Coach Moors im neuen Heidelberger „SNP-dome“ (5000 Plätze) mit der kürzesten BG-Rotation antreten müssen, die er in dieser Saison bisher zur Verfügung hatte. Meinertshagen abschließend: „Das Ganze hätten wir uns gern erspart!“  (Helmut Anschütz/gsd)

BG-Aus im Spielaufbau: Zack Bryant (li., am 21. November gegen Münchens Nick Weiler Babb).

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