Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen: Trotzreaktion gegen Würzburg?

Im Zentrum der Kritik: Deishuan Booker (rechts) tanzt hier Gießens Schwergewicht John Bryant aus. BG-Trainer Roel Moors war aber wegen des Defensivverhaltens nicht gut auf den Veilchen-Spielmacher zu sprechen.
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Im Zentrum der Kritik: Deishuan Booker (rechts) tanzt hier Gießens Schwergewicht John Bryant aus. BG-Trainer Roel Moors war aber wegen des Defensivverhaltens nicht gut auf den Veilchen-Spielmacher zu sprechen.

„Kein Einsatz“, „keine Einstellung“, „unentschuldbar“, „ordentlicher Rückschlag“ – das waren die Worte von BG Göttingen-Geschäftsführer Frank Meinertshagen nach der schlimmen Heimpleite der Veilchen gegen Abstiegskandidat Gießen.

Göttingen - Die Sympathien, die sich das Team von Trainer Roel Moors in vier guten Spielen zuvor erworben hatte – sie waren schnell wieder weg, nachdem man lange darum gekämpft hatte, sie sich zu erwerben.

Und nun kommt am Sonntag (15 Uhr, MagentaSport) mit s.Oliver Würzburg eine Mannschaft, die auswärts weitaus besser auftritt als zuhause.

Die Mainfranken haben mit sieben Siegen und sieben Niederlagen ebenso eine ausgeglichene Auswärtsbilanz wie Ulm. Nur die ersten sechs BBL-Teams weisen eine positive Bilanz in fremden Hallen auf. Würzburgs Heimbilanz ist dagegen erschreckend: Zwölf Spiele, elf Niederlagen. Eine davon gab’s gegen die BG im Hinspiel, als das Moors-Team 87:82 gewann. Von den vergangenen zehn Partien konnte Coach Denis Wucherer nur drei gewinnen. Und um gegen ein Abrutschen in die unmittelbare Gefahrenzone gewappnet zu sein, werden die Würzburger (als 15. derzeit zwei Ränge hinter den Veilchen) alles daran setzen, die Heimschlappe gegen die Göttinger auszugleichen.

Im letzten Heimspiel gingen die Würzburger geradezu unter, wurden von Oldenburg mit 66:116 deklassiert. Gut vorstellbar, dass Wucherer von seinem Team ebenso eine Wiedergutmachung oder auch Trotzreaktion erwartet wie Moors von seinen BG-Akteuren, die gegen Gießen vor allem defensiv in die schlechte von vor zwei, drei Monaten zurückfielen.

„Wir haben ohne Energie gespielt. Gießen wollte das Spiel mehr gewinnen. Das kann ich nicht akzeptieren. Wir haben die Niederlage auch zu früh hingenommen, lassen den Kopf hängen. Es war kein Spieler da, der dann reagiert. Ich dachte, wir sind weiter“, meinte Moors nach der Schlappe gegen die Hessen. Was ihm überhaupt nicht gefiel, war das Defensivverhalten von Spielmacher Deishuan Booker.

Doch nicht nur der leichtfüßige Amerikaner gab seinem Coach Rätsel auf. Das wechselhafte Auftreten, die Inkonstanz begleitet das Göttinger Team durch die bisherige Saison. „Wir hatten die Chance, die Saison gut zu beenden, aber jetzt nicht mehr“, führte Moors weiter aus und meinte damit insgeheim Playoff-Platz acht. Der sei jetzt auch nach Ansicht von BG-Chef Meinertshagen kein Thema mehr. Moors hingegen schaut offenbar auch noch nach unten: „Am Sonntag müssen wir das Spiel wirklich gewinnen, sonst kriegen wir vielleicht noch ein Problem.“

Bei den Würzburgern, die am wenigsten aller BBL-Teams von der Dreierlinie werfen, hofft man auf den Einsatz des langzeitverletzten Brekkot Chapman (Achillessehne) und der nachverpflichteten Murphy Holloway (Leiste) und Rob Lowery (Ellenbogen).

Wieder nur zwei Tage später reist die BG am kommenden Dienstag dann zum Auswärtsspiel beim MBC nach Weißenfels. (haz/gsd-nh)

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