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BG Göttingen: Undankbare Aufgabe in Würzburg

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Von: Helmut Anschütz

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Den Überblick behalten: Das muss Göttingens Kapitän Akeem Vargas (rechts am Ball im Heimspiel gegen die MBCer Johannes Richter/links und Kostja Mushidi) auch am Montag mit seinem Team in Würzburg.
Den Überblick behalten: Das muss Göttingens Kapitän Akeem Vargas (rechts am Ball im Heimspiel gegen die MBCer Johannes Richter/links und Kostja Mushidi) auch am Montag mit seinem Team in Würzburg. © Hubert Jelinek/gsd

Im Spiele-Marathon über Weihnachten und den Jahreswechsel tritt Basketball-Bundesligist BG Göttingen am Montag (20.30 Uhr, MagentaSport) bei s. Oliver Würzburg an. Zuschauer sind bei den Mainfranken im Bundesland Bayern nicht zugelassen.

Göttingen - Für die Veilchen schon mal wieder ein Vorgeschmack auf Geisterspiele, wie es ihnen auch am 2. Januar ausgerechnet im Derby gegen Braunschweig bevorsteht.

Die Göttinger sind am Sonntag um 15 Uhr als Tabellendritter zum Tabellenfünfzehnten nach Würzburg gereist, nachdem es vormittags noch die übliche Video-Session und dann das Abschlusstraining gab. Auch am ersten Weihnachtsfeiertag hatte Coach Roel Moors sein Team zum Training im „Sartorius Lab“ versammelt. Profi- Schicksal genauso wie Weihnachten allein zu verbringen. „Ich kenne nichts anderes“, sagt der Trainer.

„Es war vielleicht nicht das beste Training, aber die Stimmung war gut“, so Moors weiter. Das Unverständnis über die Spielabsage in Chemnitz vom 22. Dezember hatte sich bei ihm und den anderen BGern langsam wieder gelegt.

Bei den Veilchen hofft man, dass der Auftritt in Würzburg nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommt. Der Klub hat gerade den Trainer gewechselt, Denis Wucherer musste gehen, für ihn wurde der Slowene Sasa Filipovski (zuletzt AS Monaco, Partizan Belgrad) verpflichtet, der gegen die BG sein Debüt gibt. Klar, dass sich die Spieler da neu zeigen und anbieten wollen, mit mehr Intensität in die Partie gegen die BG gehen werden. Mit einem neuen Coach sei die Spielvorbereitung für den Gegner immer schwierig, sagt Moors, dessen Team zuletzt drei Mal gewann. „Das sind nicht die einfachsten Spiele.“

Die Würzburger müssen nicht nur den Trainerwechsel, der große Erwartungen und Hoffnungen weckt, verkraften, sondern auch noch, dass sie nach zwölf Jahren auch ihren langjährigen Namens- und Hauptsponsor, den Modekonzern s. Oliver, verlieren werden. Die Halle wird künftig „tectake-Arena“ (nach einem Online-Händler) heißen.

Im Team der Mainfranken steht mit William Buford ein alter Bekannter. 2018 war der Amerikaner als Nachverpflichtung für die Göttinger aktiv, spielte danach in Griechenland, Italien und der Türkei. „Er ist ein guter Werfer“, sagt Moors. Mit 12,2 Punkten pro Spiel ist Buford nach Desi Rodriguez (14,0) zweitbester Würzburger Werfer. Zweistellig scorten bisher auch der US-Chilene Nicholas Carvacho (12,0; erst ein Spiel), der Pole Tomasz Gielo (11,9) und Pointguard Cameron Hunt (11,0). „Würzburg hat ein gutes Umschaltspiel, sie schneiden gut zum Korb“, haben Moors und Co-Trainer Foucart ausgemacht.

Sie setzen BG-Topscorer Kamar Baldwin (Schnitt 19,0) dagegen und die gute Defensive, die nur 78,5 Punkte pro Partie zulässt, die viertwenigsten der BBL – Würzburg (mit Routinier Alex King) dagegen die sechstmeisten (86,3). In der Bilanz führt Würzburg mit 7:6-Siegen gegen die BG, deren 87:82 in der vergangenen Saison der erste Sieg am Main war. (haz/gsd)

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