Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen verliert 85:93 gegen den MBC und auch noch Nelson

Er kann es auch mit einer Hand! BG-Center Tai Odiase (Mitte) zielt auf den MBC-Korb gegen die Weißenfelser Shavon Coleman und AJ Brodeur.
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Er kann es auch mit einer Hand! BG-Center Tai Odiase (Mitte) zielt auf den MBC-Korb gegen die Weißenfelser Shavon Coleman und AJ Brodeur.

Bitterer Auftaktfür Basketball-Bundesligist BG Göttingen zu Beginn seiner Dreier-Heimserie: Gegen den Syntainics MBC Weißenfels mussten die Veilchen eine vermeidbare 85:93 (37:48)-Niederlage hinnehmen, weil sie das erste Viertel (15:26) verschliefen. Kurz vor Schluss kämpfte sich das Team von Trainer Roel Moors bis auf drei Punkte heran, schaffte aber die Wende nicht mehr.

Göttingen – Wie vermutet fiel bei den BGern nicht nur Jorge Gutiérrez (Leistenprobleme) aus, sondern auch Mathis Mönninghoff. „Bänderriss im Sprunggelenk“, wurde von der BG übermittelt – passiert ist es am Mittwoch im Training. So nominierte Coach Moors neben Harper Kamp auch Andy Onwuegbuzie. Und begann mit der neuen Formation Galen Robinson, Luke Nelson, Akeem Vargas, Marvin Omuvwie und Tai Odiase.

Weißenfels eröffnete die Partie mit einem Dreier von Shavon Coleman, Tai Odiase traf für die BG nach Alley-oop-Pass von Nelson. Nach dem 7:7 starteten die Gäste ihren ersten Lauf zur ihrer 17:7-Führung. Die MBCer lebten vor allem von ihren Dreiern. Coleman steuerte drei der sechs Weißenfelser Dreier bis zur Pause bei.

Bei den Göttinger zogen die schon in den vergangenen Spielen aufgetauchten Abschlusschwächen ein. Auch die hohen Anspiele auf Odiase unterm Korb klappten längst nicht immer. 15:26 nach den ersten zehn Minuten, das sah nicht allzu gut aus.

Und so blieb es auch im zweiten Abschnitt. Beim MBC konnten die Veilchen Coleman nicht kontrollieren, der auf 17 Punkte in der ersten Halbzeit kam. Beim 23:36 entfuhr Coach Moors das englische Schimpfwort, das mit „F“ beginnt und mit „CK“ aufhört. Auszeit Göttingen! Die BG agierte teils chaotisch in der Offensive, da gab es bei den Sachsen-Anhaltinern mehr Struktur. So blieb der Rückstand der BGer durchweg bei plus/minus zehn Punkten. 50 Prozent Dreierquote beim MBC zur Halbzeit gegenüber 31 Prozent bei der BG – auch dies dokumentierte den Unterschied.

Alles andere als gut begann auch die zweite Hälfte: Turn-over der BG beim Einwurf, das sollte in der Bundesliga nicht passieren! MBC-Comebacker Roko Rogic traf nun auch von jenseits des Perimeters und die Gäste zogen wieder weg., begünstigt durch eine schwache Defense der BG. Und auch das noch: Spielmacher Luke Nelson humpelte vom Feld, feuerte frustiert seine Trinkflasche weg und kam nicht wieder aufs Parkett. Dafür kam Robinson zurück, der Ende der ersten Halbzeit leicht angeschlagen rausging.

Zugute zu halten blieb der BG, dass sie nicht aufgab und sich in kleinen Schritten zurück ins Spiel kämpfte. Ende des dritten Viertels hatten die Veilchen den Rückstand auf 65:72 verkürzt.

Im Schlussviertel zeigte die BG dann großen Kampf, verringerte den Rückstand weiter. Beim 75:80 waren die Veilchen auf fünf Zähler dran, kassierten dann jedoch eine klare Fehlentscheidung. Odiase blockte den Wurf von Rogic korrekt im Aufsteigen – die Schiedsrichter gaben den Korb („goal tending“) fälschlicherweise. Weißenfels wankte danach, fiel aber nicht, obwohl Nelson Weidemann für die BG zwei Dreier zum 81:84 beisteuerte. Näher kam die BG nicht heran, auch weil sie das Rebound-Duell 35:44 verlor und dabei 14 Offensiv-Rebounds und damit zweite Chancen des MBC zuließ. Am Ende war es eine absolut vermeidbare Heimniederlage der Göttinger.

BG: Weidemann 8/davon 2 Dreier, Nelson 13/1, Vargas 2, Onwuegbuzie (n.e., Kramer, Omuvwie, Odiase 19, Rayman 3, Kamp 6, Dawkins 24/4, Robinson 10.

Beste MBCer: Michalak 23/4, Rogic 20/4, Coleman 19/3, Kerusch 10/1.  (Von Helmut Anschütz/gsd)

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