Basketball-Bundesliga

BG Göttingen: „Die Welle soll weitergehen“

+
Ehre, wem Ehre gebührt: Göttingens Mihajlo Andric (Mitte) ragte in Frankfurt mit 16 Punkten heraus. Derek Willis (links) und Mathis Mönninghoff beglückwünschen den BG-Serben.

Göttingen. „Ein Wahnsinns-Start“, sagte Chris Schmidt. Was der Kommentator von „Telekomsport“ damit meinte: Basketball-Bundesligist BG Göttingen steht nach 72:64-Sieg in Frankfurt nach vier Spielen und 6:2-Punkten so gut da, wie es wohl niemand vermutet hatte.

Drei Siege in der Meisterschaft beim MBC, gegen Würzburg und nun bei den Skyliners, dazu der Pokal-Erfolg gegen Ludwigsburg – zurzeit zeichnet sich für die Veilchen eine rosarote Perspektive ab. Denn der eh schon gelungene Auftakt in die zehnte Saison lässt sich möglicherweise noch vergolden, denn die nächsten beiden Heimgegner sind alles andere als unschlagbar: Am nächsten Sonntag (15 Uhr) kommt Aufsteiger und Erstliga-Rückkehrer Crailsheim und nach dem schweren Auswärtsspiel in Berlin dann Jena.

Team schwer ausrechenbar

„Die Welle soll weitergehen“, meinte Mathis Mönninghoff im Interview bei Telekomsport. „Wir sind im Moment einfach happy, dürfen aber nicht aufhören zu arbeiten. Das könnte ein geiles Jahr werden...“, blickte der Jubilar (200. Erstligaspiel in Frankfurt) in die Zukunft. „Bei uns kann jeder scoren, das macht uns so stark“, schob Mönninghoff, seit kurzem Vater eines Sohnes, noch nach. In der Tat: Die Göttinger haben zwar mit Michael Stockton einen herausragenden Denker und Lenker auf dem Parkett, doch für die nötigen Punkte sorgen können auch alle anderen Veilchen-Akteure. So ist das Team nur sehr schwer ausrechenbar.

In Frankfurt stand Mihajlo Andric im Fokus. Der neue Serbe war im ersten Viertel per Dreier an der Wende vom 4:11 zum 14:11 beteiligt. Im zweiten Viertel steuerte der Mann aus Belgrad einen weiteren bei, während Penny Williams gleich derer drei parat hatte. Im dritten Abschnitt scorte Andric sogar acht seiner insgesamt 16 Zähler in Folge. Mit ihm scheint Coach Roijakkers einen guten Fang gemacht zu haben – wie eben auch mit Williams, der hinterher mit einem Eisbeutel am Knöchel aus der Kabine kam. „Nichts Schlimmes, das sieht gut aus“, gab Roijakkers am Montag Entwarnung.

Beobachtete Rödl Lockhart?

Durchaus beeindruckt vom BG-Auftritt bei den Hessen zeigte sich auch Bundestrainer Henrik Rödl. „Es macht Spaß zuzuschauen, beide Teams spielen gut organisiert. Göttingen drückt dem Spiel seinen Stempel auf“, meinte er in der Halbzeitpause. Was Rödl noch freute: „Schön, dass Göttingen mit so vielen Deutschen spielt.“ Sehr wahrscheinlich, dass der Bundestrainer in der Fraport-Arena auch wieder Dominic Lockhart im Auge hatte.

Der BG-Nationalspieler war bei den WM-Qualifikationsspielen gegen Österreich und Georgien im Einsatz, musste dann aber in den folgenden Partien für die deutschen NBA-Stars um Dennis Schröder & Co. Platz machen, mit denen die Qualifikation für China klar gemacht wurde. Das nächste Nationalmannschaftsfenster ist jetzt Anfang Dezember. (haz/gsd-nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.