Basketball-Bundesliga Männer

BG Göttingen wieder auf dem Boden der Tatsachen

Alles Einschwören half in Hamburg nicht: Die Towers pflückten die Veilchen beim 83:46 gnadenlos ab.
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Alles Einschwören half in Hamburg nicht: Die Towers pflückten die Veilchen beim 83:46 gnadenlos ab.

Mit hängenden Köpfen schlichen sie vom Parkett in der Hamburg-Wilhelmsburger edel-optics.de-Arena und verschwanden in der Kabine.

Göttingen – Eine neue historische Pleite wie die höchste Bundesliga-Niederlage der BG Göttingen, das 44-Punkte-Debakel in Bamberg, wurde es bei den Hamburg Towers zwar nicht, aber das 46:83 kam dennoch einem Desaster gleich.

Man kann bei den äußerst defensiv starken Hamburgern verlieren, aber die Art und Weise, wie die Veilchen abgepflückt wurden, war schon sehr bitter.

War die schlimme Schlappe möglicherweise ein Dämpfer zur rechten Zeit? Durch die hohe Niederlage ist das Team von Trainer Roel Moors nach den vier guten Auftritten gegen Bonn, Berlin, Ludwigsburg und Oldenburg jedenfalls wieder auf den Boden der Tatsachsen zurückgeholt worden.

. Der Rückblick: Bei der BG klappte in Hamburg wohl nur die Kabinentür. Auf dem Parkett war der gute Start nur ein Strohfeuer. Vom meist starken „BG-B-Trio“ war so gut wie nichts zu sehen. Spielmacher Stephen Brown kam auf zwei Punkte, sein Back-up Zack Bryant ebenfalls auf zwei und BBL-Topscorer Kamar Baldwin auf sieben. Elf Zähler von diesem Trio? Da hatte Baldwin beim Sieg in Berlin im letzten Viertel allein 16 erzielt. Da auch Dreier-Spezialist Jake Toolson (3) von der Hamburger Deckung ausgeschaltet wurde, war der Göttinger Punkte-Express lahmgelegt.

„Das hatte in erster Linie mit der Aggressivität der Hamburger Verteidigung zu tun, dazu haben wir viele offene Würfe und Korbleger vergeben“, kommentierte Coach Moors. „Daraus resultierte eine unglaublich schlechte Trefferquote (nur 27 Prozent, d. Red.). Es war ein Tag, an dem offensiv nichts reingegangen ist.“

. Die Lage: Vom vergangenen Dienstagabend bis Samstagabend war die BG der „Vier-Tage-Spitzenreiter“ – eine schöne Episode, mehr aber auch nicht. Jetzt sind die Veilchen auf Rang fünf abgerutscht, was immer noch eine gute Platzierung ist. Viele BG-Freunde meinten nach dem Debakel in Hamburg: „Lieber ein Mal hoch verlieren, als mehrere Male knapp.“ Da ist etwas dran, aber das Problem ist...

. Der Ausblick: Nach dem spielfreien Wochenende wegen des BBL-Pokal-Viertelfinales haben Kapitän Akeem Vargas & Co. am 21. November den nächsten „HammerGegner“ zu Gast: Euroleague-Starter FC Bayern München. Der Vorteil: Gegen einen Kontrahenten diesen Kalibers kann sich kein Spieler hängen lassen, das Team wird Vollgas geben. Der Nachteil: Gegen einen Kontrahenten diesen Kalibers kann auch eine weitere klare Niederlage möglich sein. Team und Trainer müssen nun gemeinsam die Lehren aus der Hamburg-Pleite ziehen. (haz/gsd)

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