1. Startseite
  2. Sport
  3. BG Göttingen

BG Göttingen will mit dem ersten Heimsieg in die WM-Pause gehen

Erstellt:

Von: Helmut Anschütz

Kommentare

Konzentriert im Spielaufbau: Geno Crandall (Mitte) dreht sich neben Bonns Leon Kratzer (links) zum Korb der Rheinländer. Hinten verfolgt Kapitän Harper Kamp die Bewegung seines Teamkollegen.
Konzentriert im Spielaufbau: Geno Crandall (Mitte) dreht sich neben Bonns Leon Kratzer (links) zum Korb der Rheinländer. Hinten verfolgt Kapitän Harper Kamp die Bewegung seines Teamkollegen. © IMAGO/Jörn Wolter

Basketball-Bundesligist BG Göttingen erwartet am Samstag die besten Balldiebe der Liga aus Würzburg. Es ist eine wichtige Partie vor der Länderspiel-Pause.

Göttingen – Das zweite richtungsweisende Spiel für die BG Göttingen in Folge: Am Samstag (18 Uhr, MagentaSport) haben die Veilchen die Würzburg Baskets in der S-Arena zu Gast, die jetzt ohne Namenssponsor-Zusatz auflaufen. Richtungsweisend ist die Partie vor allem deswegen, weil nach dem dann anstehenden spielfreien Wochenende (WM-Quali-Fenster mit Spielen gegen Finnland/11.11. und in Slowenien (14.11.) die nächsten Gegner noch schwerer werden: Die BG muss zum ersten Niedersachsen-Duell zu den wiedererstarkten Oldenburgern, ehe es zwei Mal zuhause gegen Berlin geht: erst Bundesliga, dann BBL-Pokal.

Göttingen und Würzburg – die beiden Klubs sind durch einige Personalien ineinander verwoben. So wechselte Philipp Hartwich im Sommer von der Leine an den Main. Zur Verfügung steht er Trainer Sasa Filipovski aber nicht – der 2,18 m-Riese hat sich nach drei Spielen verletzt. Für ihn kam der Chilene Nicholas Carvacho.

Von Würzburg nach Göttingen wechselte Max Besselink. Der Finne hatte einen Drei-Jahres-Vertrag, doch der wurde vor Saisonbeginn aufgelöst. Für Besselink heuerten die Baskets den vorherigen Braunschweiger Martin Peterka an.

Neu besetzt hat Würzburg seine Spielmacher-Position mit O’Showen Williams und Stanley Whittaker, der von Zweitligist Karlsruhe kam. Er gilt als flink und korbgefährlich und hat bislang 19,4 Zähler im Schnitt erzielt. Bekannt ist noch Cameron Hunt (17,2), neu dagegen auch CJ Bryce (16,6) und der zuletzt in Griechenland und Ungarn spielende Xeyrius Williams (11,6). Allein dieses Quartett traf bisher zweistellig. Dahinter ein großer Abstand zu einem außerdem interessanten Namen: Collin Welp, der Sohn der viel zu früh verstorbenen DBB-Legende Christian Welp, führt die weiteren Spieler mit 5,6 Zählern pro Spiel an.

Die genannten Zahlen weisen auf einen interessanten Fakt hin: Die Samstagspartie kann zu einem Guard-Duell werden. Harald Frey und Mark Smith von der BG gegen Würzburgs Whittaker, Hunt und Bryce – sie alle sind in der BBL-Scorerliste weit vorn. Weit hinten liegen beide Klubs in der Rebound-Statistik: Die BG ist BBL-Schlusslicht mit 31,3 im Schnitt, knapp davor liegt Würzburg mit 32,2. Liga-Primus ist Berlin mit 42,4 gesicherten Abprallern pro Spiel.

Dagegen weisen die Veilchen weiter die wenigsten Ballverluste (11,5) auf, sind drittbestes Team an der Freiwurflinie (83,1 Prozent) und haben die drittbeste Dreierquote (37,4 Prozent). Die Würzburger, die nur gegen Bonn klar (71:96) verloren, überzeugen als erfolgreichste Balldiebe der Liga: Zehn in jedem Spiel, die BG kommt nur auf gut fünf. „Nach Steals spielt Würzburg gern schnell und übt viel Druck aus“, sagt BG-Cotrainer Olivier Foucart. „Natürlich wird es für uns wieder wichtig sein, nicht zu viele Ballverluste zu produzieren, damit wir Würzburg nicht so viele Schnellangriffe gestatten“, so Foucart zum Spielkonzept gegen die Mainfranken.  haz/gsd

Auch interessant

Kommentare