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BG Göttingen: Zu spätes Foul in Bamberg mindert jetzt Playoff-Chancen

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Lautstark: Göttingens Trainer Roel Moors kritisierte in der Schlussphase eine „falsche Entscheidung“.
Lautstark: Göttingens Trainer Roel Moors kritisierte in der Schlussphase eine „falsche Entscheidung“. © Hubert Jelinek/gsd

Hat die BG Göttingen durch einen taktischen Fehler möglicherweise schon ihre Playoff-Chancen verspielt?

Bamberg/Göttingen – Diese Frage stellt sich nach der ebenso unglücklichen wie dummen 87:88 (43:43)-Niederlage am vergangenen Mittwoch bei Brose Bamberg. Die Veilchen hatten nach einem unkonzentrierten letzten Viertel mit acht Zählern Rückstand noch die Möglichkeit, die Punkte zu ergattern.

Doch das Team ergriff die Chance nicht beim Schopf.

Nach 77:84-Rückstand drehten Kapitän Vargas & Co. die Partie noch zur 87:84-Führung dank eines 10:0-Laufes in gut 60 Sekunden. Den letzten Angriff trug Bambergs Justin Robinson vor, wurde beim Ballvortrag nicht gefoult, obwohl die Göttinger erst drei Fouls hatten und noch eines zu geben hatten, ohne dass die Bamberger an die Freiwurflinie gehen. Nach dem vierten Foul hätte Bamberg Einwurf gehabt, doch dieses Foul verursachte die BG nicht. Beim eventuellen fünften wäre Bamberg an die Linie gegangen, hätte mit zwei Treffern höchstens auf 86:87 verkürzen können – danach Ballbesitz BG. Stattdessen nahm Robinson seinen letzten Dreier, traf mit einem Wunderwurf aus acht Metern zum 87:87-Ausgleich und erhielt, weil er dabei ausgerechnet von Jeremiah Martin (aber eben zu spät beim Dreier-Wurf - und nicht schon früher!) gefoult wurde, noch einen zusätzlichen Bonus-Freiwurf, den er zum Bamberger Sieg verwandelte – ein klassisches „Vier-Punkt-Spiel“.

„Bambergs letzter Wurf darf nicht stattfinden“, ärgerte sich BG-Coach Roel Moors. „Wir mussten vorher ein Foul machen.“ Sah auch der sonst schon wieder herausragende Jeremiah Martin bei MagentaSport so: „Wir hatten noch ein Foul zu geben... Das war ein heftiger Wurf“, beschrieb er die letzte Aktion von Robinson.

Zuvor hatte die BG ein Spiel mit Höhen und Tiefen hingelegt. „Der Anfang war komplett daneben“, gab auch Moors zu. 0:10 zu Beginn hinten, das war einfach schwach! Nach dem 5:16 legten die Göttinger aber ihrerseits einen 15:0-Run hin, führten nach dem ersten Viertel 20:16, dem sich vier weitere Zähler zu Anfang des zweiten Durchgangs anschlossen – ein sagenhafter 19:0-Lauf! Danach pendelte sich die Partie ein: Mehrere Bamberger, die das Rebound-Duell 41:33 gewannen, waren zeitig hoch foulbelastet, aber zur Pause 43:42 vorn.

Danach lieferten sich die beiden Playoff-Kandidaten einen harten Fight. Mal führte die BG, mal lag sie im vierten Viertel 70:78 zurück. Am Ende blieb nach dem 77:84-Rückstand das 10:0-Comeback unbelohnt. Eine Kleinigkeit kostete der BG den Sieg und mindert nun die Playoff-Chancen erheblich.  

Trainer Moors: „Falsche Entscheidung“

BG-Trainer Roel Moors: „Das Ende ist natürlich sehr bitter für uns, das hätten wir anders lösen müssen. Es war ein Spiel, in dem beide Teams mit viel Energie gespielt haben, viele Runs hatten, das Momentum oft wechselte. Wir hätten dieses Spiel nie in der regulären Spielzeit verlieren dürfen, das muss man ehrlich sagen. Wir haben es durch eine falsche Entscheidung geschafft. Aber ich bin auch stolz. Wir sind zurückgekommen und haben gekämpft. Wir hätten es nur eintüten müssen, haben das aber verpasst.“ (haz/gsd)

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