Basketball-Bundesliga Männer

BG zum Derby nach Braunschweig: Auch ohne Fans etwas Besonderes

Hier noch im Veilchen-Dress: Benedikt Turudic (links, im BG-Test vor der Saison gegen Braunschweigs Gavin Schilling) hat inzwischen die Seiten gewechselt.
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Hier noch im Veilchen-Dress: Benedikt Turudic (links, im BG-Test vor der Saison gegen Braunschweigs Gavin Schilling) hat inzwischen die Seiten gewechselt.

Zweieinhalb Wochen nach der Heimpleite gegen Crailsheim ist die BG Göttingen ausgerechnet im niedersächsischen Kult-Derby bei den Löwen Braunschweig um Wiedergutmachung bemüht.

Göttingen – Corona-bedingt müssen die Veilchen am Mittwoch (19 Uhr, MagentaSport) diesmal ohne ihre reisefreudigen und stimmkräftigen Fans auskommen – bis zu 500 hatten die jeweiligen BG-Teams in den vergangenen Jahren in die Volkswagenhalle begleitet und angefeuert.

Durch die Corona-Absage des für den vergangenen Samstag terminierten Heimspiels gegen Chemnitz hatte das Team von Trainer Roel Moors sogar noch mehr Zeit, sich auf die kilometermäßig kürzest Auswärtsfahrt der Saison vorzubereiten.

Besondere Personalie: Im Hinspiel, dass die BG nach der 85:87-Niederlage in einem Test vor der Saison glücklich mit 79:76 gegen Braunschweig gewann, spielte Benedikt Turudic noch für die BG. Inzwischen ist der gebürtige Gießener über den Umweg MBC bei den Löwen gelandet. Bei den Veilchen hatte Turudic via Drei-Monats-Vertrag den damals angeschlagenen Center Dennis Kramer vertreten.

Vor Nationalspieler und Kapitän Lukas Meisner (Saison vorbei nach Schulterverletzung bei der Nationalmannschaft und anschließender Operation, HNA berichtete) musste Braunschweig bereits auf Bryon Allen verzichten, dessen Vertrag aufgelöst wurde. Auch Kostja Mushidi fehlt seit Anfang Dezember wegen einer „ernsthaften Krankheit“, über die die Löwen, die im Januar zwei Mal in Quarantäne mussten, nichts verlauten ließen. Für Allen heuerten die Löwen den Litauer Arnas Velicka an. Die Eckpfeiler des Teams von Coach Pete Strobl sind indes Nationalspieler Karim Jallow, Gavin Schilling und James Robinson. „Wir müssen versuchen, sie unter Kontrolle zu bekommen“, sagt BG-Co-Trainer Thomas Crab.

Das sagt Trainer Moors:

„Wir hätten letzten Samstag lieber gespielt gegen Chemnitz. Zweieinhalb Wochen ohne Spiel sind nicht ideal. Braunschweig hat viele physische Qualitäten in der Zonenverteidigung als auch bei Mann gegen Mann. Sie spielen sehr aggressiven Basketball. Wir haben einige Probleme. Bei zwei Spielern ist es sehr zweifelhaft, ob sie spielen können. Einer hat noch eine kleine Chance, der andere nicht. Und ohne Zuschauer werden die Spiele immer schwerer.“ Um wen es sich bei den Verletzten handelt, wollte Roel Moors nicht verraten – wie auch kaum anders zu erwarten.

Das sagt Trainer Strobl:

„Dieses Derby ist immer besonders. Auch zwischen den Teams gibt es eine besondere Stimmung. Nach Meisners Ausfall sind wir in einer Findungsphase, das braucht mehr Zeit als ein Spiel. Das dauert länger, und wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen. Wir müssen die neue Rollenverteilung noch finden. Unser Neuzugang Velicka muss die Mitspieler noch besser kennenlernen und sich an unser Niveau gewöhnen. Wir werden in das Derby gegen Göttingen reingehen mit allem, was wir haben.“ (Von Helmut Anschütz)

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