BASKETBALL BBL-POKALENDRUNDE BG-Kapitän hofft auf Einsatz gegen Berlin

Vargas’ Herz ist lila und blau-gelb

Akeem Vargas gegen „seine“ Berliner: Der BG-Kapitän (links) gegen Albas Louis Olinde am 2. Februar. Gibt es dieses Duell auch am kommenden Samstag?
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Akeem Vargas gegen „seine“ Berliner: Der BG-Kapitän (links) gegen Albas Louis Olinde am 2. Februar. Gibt es dieses Duell auch am kommenden Samstag?

Er wäre so gern dabei! Doch ob es für Akeem Vargas, der am 29. April seinen 31. Geburtstag feiert, noch zu einem Einsatz im Pokal-Halbfinale am Samstag in München gegen Alba Berlin reicht, ist offen.

Göttingen – „Es wird von Tag zu Tag besser, ich habe immer noch Hoffnung“, sagt der Kapitän von Basketball-Bundesligist BG Göttingen.

Vargas hat sich vor drei Wochen am 27. März verletzt. Passiert ist es beim Auswärtssieg der Veilchen im Vechtaer Rasta-Dome kurz vor Schluss, als die Partie längst für die BG entschieden war (103:79). Bei einer Korbaktion in der Offensive bei einem Sprungduell mit Jannis Hundt (Bruder des Ex-BGers Bennet Hundt/jetzt Bamberg) kam Vargas mit dem rechten Sprunggelenk auf dem Fuß seines Gegenspielers auf, knickte um und wurde von BG-Physio Uwe Klaßen gleich in die Kabine gebracht. Außenbandriss lautete später die Diagnose.

Seitdem tut Vargas alles, um eventuell doch noch wieder fit zu werden. Tägliche Behandlung bei den BG-Physios, Stabilitäts- und Belastungsübungen mit BG-Athletiktrainer Moritz Wilk. „Unsere medizinische Abteilung und ich haben nicht ganz die gleiche Auffassung“, sagt Vargas. Heißt wohl: Er will natürlich spielen, Ärzte und Physios warnen noch. Von größeren Verletzungen blieb er in 15 Jahren Top-Basketball weitestgehend verschont: „Das ist erst mein zweiter Bänderriss“, blickt Vargas zurück.

Dass er gegen Berlin aufs Parkett will, versteht sich von selbst. Es ist sein früherer Klub, bei dem er fünf Jahre von 2013 bis ‘18 spielte. Und mit dem er auch noch zwei Mal selbst Pokalsieger wurde. Beide Male unter Coach Sasa Obradovic: 2014 in Ulm gegen Bamberg, 2016 in München gegen Gastgeber FC Bayern durch einen Buzzer-Beater in letzter Sekunde.

Ansonsten hat Vargas aber „ein bitteres Verhältnis“ zum Münchener Audi-Dome: 2014 wurde er dort Vizemeister mit Alba, 2015 Halbfinal-Aus, 2016 wieder „nur“ Vize, 2018 erneut Vize nach dem fünften Spiel. Worüber sich andere Teams riesig freuen würden, ist eben für eine Erfolgsmannschaft wie Alba fast schon nicht zufriedenstellend. Ansichtssache eben.

Nach drei Jahren in Frankfurt bei den Skyliners, mit denen er im vergangenen Juni beim Finalturnier in München Platz acht hinter Göttingen belegte, kehrte Vargas zur BG zurück. Seine „Vereinsliebe“ ist geteilt: „Ein Teil meines Herzens ist lila, das andere blau-gelb“ – die Farben der Veilchen und von Alba.

Und wie sieht er nun die Göttinger Aussichten gegen die Berliner am Samstag? „Berlin hat das bessere Team, das ist wohl außer Frage“, sagt der Veilchen-Kapitän. Aber die Teilnahme der BG an der Pokalendrunde sei schon ein großer Erfolg. „Wir wollen uns aber nicht zurücklehnen, wir wollen dieses Wochenende genießen.“

In der Liga gelte es jetzt, den derzeit neunten Platz weiter zu attackieren. Wenn es die Heimniederlagen gegen Vechta, Frankfurt und Gießen nicht gegeben hätte, wären sogar die Playoffs drin gewesen. (Helmut Anschütz/gsd)

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