BG-Ladies vor dem Aufstieg: Noch ein Sieg bis zur Bundesliga

Diese Frau ist einfach nicht zu stoppen! Göttingens Verdine Warner hat sich den Ball vor Wolfenbüttels Aneliya Draganova gesichert. In der ersten Halbzeit kam die BG-Centerin auf 16 ihrer 20 Punkte. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Erst war’s super-souverän, dann wurde es doch noch mal ganz eng – doch am Ende feierten die BG 74-Veilchen Ladies am Ostersamstag einen hochverdienten 73:62 (45:33)-Sieg im ersten Playoff-Aufstiegsfinale gegen das Wolfpack Wolfenbüttel. Die Göttinger Fans unter den knapp 900 Zuschauern feierten den ersten Schritt zur Rückkehr in die Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) frenetisch. Jetzt fehlt den BG 74-Frauen nur noch ein Sieg für die Eliteklasse, nur noch 40 Minuten bis zum Oberhaus. Am kommenden Samstag (22. April, 18 Uhr, Lindenhalle) könnte es schon klappen.

„Ich bin erleichtert. Als Wolfenbüttel vier Minuten vor Schluss auf vier Punkte herangekommen war, war ich doch schon ein wenig nervös“, atmete Richard Crowder, Geschäftsführer der Veilchen Ladies UG (Unternehmer-Gesellschaft), nach der aus BG-Sicht unnötig spannenden Partie durch. „Wir wollen das jetzt in Wolfenbüttel entscheiden, wollen da gewinnen, um aufzusteigen.“ Auf ein mögliches drittes Match am 7. Mai – dann allerdings wieder in eigener Halle – wollen es Crowder und sein Mitstreiter Roland Emme-Weiß nicht ankommen lassen.

Realistisch und kritisch gab sich auch BG 74-Coach Giannis Koukos: „Das war ein hartes Spiel, die Qualität war nicht so gut. Wir haben aber 35 Minuten gut gespielt, man kann nicht immer top sein. Es gibt immer ,Ups and Downs’. Wolfenbüttel hat am Ende mehr Minuten mit ,Downs’ gehabt.“

Als Wolfenbüttel in der 33. Minute durch einen Dreier von Alysha Womack auf 56:60 verkürzt hatte, wurde es in der Tat noch einmal kritisch für die BG-Ladies, die die Partie bis dahin eigentlich gut im Griff gehabt hatten. Doch in dieser schwierigen Phase kam bei den Göttingerinnen eine Spielerin „aus dem Gebüsch“, die zuletzt alles andere als Wurfglück hatte: Mit einem Zweier zum 62:56 und einem Dreier zum 65:56 brachte die eingebürgerte Deutsch-Tschechin Katarina Flasarova ihre Mannschaft auf den Weg zum ersten Finalsieg.

Warner mit starkem Auftakt

In der ersten Halbzeit hatte das Wolfpack durch seine zweite starke Amerikanerin Alli Gloyd nur einmal zum 6:6 ausgleichen können. „Vee“ Warner war sehr gut in die Partie gekommen, hatte sie mit einem Drei-Punkt-Spiel“ (Korb plus Freiwurf) eröffnet und insgesamt zwölf Zähler markiert.

Im zweiten Viertel entdeckten die Veilchen-Frauen ihre Dreier-Qualitäten. Die Litauerin Inesa Visgaudaite traf zum 27:20 und 33:22, Alissa Pierce und Flasarova trafen ebenfalls von der 6;75-Meter-Linie. Ein Technisches Foul wegen Meckerns gegen Wolfpack-Coach Pierre Hohn (ein Ex-BGer) nutzte „Kat“ Flasarova zum 42:31. Und im dritten Viertel sorgte sie beim 49:31 für die höchste Führung der Göttingerinnen. Da war Gästeakteurin Flavia Behrendt schon mit dem fünften Foul ausgeschieden. Insgesamt wurde das Wolfpack-Spiel hauptsächlich von den beiden US-Girls bestimmt – die leistungsmäßige Kluft zu den Mitspielerinnen war immens. Sie gänzlich aus dem Spiel zu nehmen, wäre sicher vermessen.

Im Schlussabschnitt wurde es immer enger für die BG-Ladies, doch letztlich brachten sie diesen so wichtigen ersten Finalsieg heim. „Er war aber zu keiner Zeit in Gefahr“, gab sich Johanna Hirmke selbstbewusst. „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute dominiert.“ Inesa Visgaudaite: „Beim zweiten Spiel in Wolfenbüttel wird es natürlich noch viel härter.“ Aber ihr Team kann da schon die 1. Liga klar machen. (gsd)

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