55:50

BG-Ladies gewinnen erstes Playoff-Halbfinale gegen Wolfenbüttel

Kraftvoller Einsatz: Monique Smalls (rechts) zieht gegen Wolfenbüttels Ex-BGerin Klaudia Grudzien (Mitte) und die erst 14-jährige Maileen Baumgardt (links) zum Wolfpack-Korb. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Das erste Playoff-Halbfinale gegen das Wolfpack Wolfenbüttel fiel den Veilchen Ladies viel schwerer als gedacht.

55:50 am Ende vor 650 Zuschauern (Saisonrekord), aber gezittert werden musste bis zur letzten Sekunde. Am Ende bleibt die 1:0-Führung gegen das Wolfpack in der „Best-of-three“-Serie. Zwei Siege sind zum Einzug ins Finale nötig, das zweite Match steigt am Ostersonntag um 18 Uhr in der Wolfenbütteler Lindenhalle.

„Wolfenbüttel hat uns das Leben in der ersten Halbzeit zur Hölle gemacht“, meinte Johanna Hirmke hinterher. Sie gehört seit Freitag zum Vertriebsteam für Sponsorengewinnung bei den Bundesliga-Männern der BG Göttingen, tritt ihren Job offiziell am 1. April an. „Schön, dass wir das Ding noch gedreht haben. Das war eine tolle Teamleistung von uns, aber Wolfenbüttel hat auch super verteidigt. Es dauerte eben, bis wir es geschafft haben. Der Dreier von Lucy Thüring war Gold wert.“

Nur 15 Punkte bis zur Pause 

In der Tat: Beim 45:46-Rückstand fasste sich Lucy Thüring ein Herz und netzte von Linksaußen zum 48:46 ein, legte dann noch zum 50:46 nach. „Schön, wenn man im entscheidenden Moment trifft“, lächelte die flinke BGerin. „Das Rückspiel gewinnen wir auf jeden Fall.“

BG-Ladies besiegen Wolfenbüttel 55:50

Wolfenbüttel machte der BG 74 in der ersten Halbzeit das Leben mit einer besonderen Verteidigungsart schwer: „Box in one“, vier Spielerinnen bilden ein Rechteck, eine schwirrt darin umher, meistens gegen die beste des Gegners. So hielt das Wolfpack BG-Powerfrau Monique Smalls zur Pause bei null Punkten, ihre US-Landsfrau Nicole Jones (wieder ein Double-Double mit 14 Rebounds) bei nur zwei. Und überhaupt: 15 Zähler nach 20 Minuten (9:11 und 6:15) waren geradezu kümmerlich für die BG-Ladies.

Nach der Pause (18:11 und 22:13) stellte sich Göttingen besser darauf ein, Smalls und Jones fingen an zu punkten. „Uns ging die Puste aus“, gab Wolfpack-Trainerin Hanna Ballhaus, eine Ex-BGerin, zu. „35 Minuten siehst du Smalls nicht, aber dann war sie eben da.“ BG-Coach Ondrej Sykora blieb ganz nüchtern: „Der Endstand ist wichtig, nicht die Halbzeit. Wir sind 1:0 im Vorteil, beendet ist noch nichts. Wir machen noch kleine Korrekturen.“

BG 74: Jones 12 (14 Rebounds), Thüring 15, Pilz, Hirmke, Polonyiova, Dobroniak, Bencker 9, Smalls 8, Lücken 8, Zimmermann 3. Wolfenbüttel: Prince 15 (20 Rebounds!), Christen 13, Simon 11, Baumgardt 2, Grudzien 9. (gsd)

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