Basketball-Bundesliga Frauen: In Marburg ist eine Top-Leistung notwendig

BG-Ladies hilft nur ein Sieg

Da ist Durchsetzungsvermögen gefragt: Göttingens Spielmacherin Jennifer Crowder (am Ball) gegen Hannovers Aliaksanda Tarasava (rechts). So muss es auch in Marburg sein. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Vorletztes Auswärtsspiel in der Basketball-Bundesliga der Frauen für die BG 74 Veilchen Ladies: Am Samstag (19 Uhr) sind sie beim BC Pharmaserv Marburg zu Gast – und stehen dabei mächtig unter Druck. Die Mannschaft von Trainer Giannis Koukos braucht unbedingt einen Sieg, um das „Wunder Klassenerhalt“ noch zu realisieren.

Dass es beim Tabellenfünften überaus schwierig wird, braucht nicht besonders betont zu werden. Die Hessinnen brauchen die Punkte, um noch auf Platz vier vorzuspringen, der in den Playoffs das Heimrecht im entscheidenden Spiel (Best-of-three-Modus) garantiert. Außerdem werden sie noch sehr angefressen sein, denn im DBBL-Pokal setzten sich die Göttingerinnen am 7. Januar in einer äußerst intensiven Partie mit 63:56 durch und zogen ins Final Four am 24. März in Chemnitz ein. Gegner ist dann Rekordmeister TSV Wasserburg (HNA berichtete).

Halbes Nationalteam

Marburg ist auch deshalb so gefährlich, weil es fast die halbe deutsche Nationalmannschaft stellt. Finja Schaake, Svenja Greunke, Alexandra Wilke, Stefanie Wagner und Marie Bertholdt spielen im aktuellen Nationalteam. Mit zehn von 14 Spielerinnen haben die Mittelhessinnen auch den prozentual höchsten Anteil an deutschen Akteurinnen im Kader der 1. Liga. Mit Katlyn Yohn, Tonisha Baker und Paige Bradley kommen drei Amerikanerinnen dazu sowie die Bulgarin Diana Voynova.

Schaake ist mit 13,6 Punkten pro Spiel auch die erfolgreichste Marburger Spielerin. Zweistellig haben bislang auch Yohn (11,4) und Baker (10,0) gepunktet. Greunke kommt immerhin auch noch auf 9,6 Zähler im Schnitt.

Bei den BG-Ladies ist noch unklar, ob Marissa Janning eingesetzt werden kann. Die Amerikanerin musste schon beim Sieg gegen Hannover wegen einer Prellung pausieren, weil sie im Training einen Schlag auf das Brustbein bekommen hatte. Sie wird aber auf alle Fälle mit nach Marburg fahren, so BG-Ladies-Geschäftsführer Richard Crow-der. Ihre Punkte und ihre Erfahrung sind für das Koukos-Team fast unentbehrlich.

Jenny Crowder, die gegen Hannover als Spielmacherin nach längerer Verletzungspause ins Team zurückkehrte, kennt Marburg aus dem Eff-Eff – sie studiert zusammen mit Alissa Pierce in der Uni-Stadt. Vater Richard macht im Kampf gegen den Abstieg noch eine andere Rechnung auf: Für ihn ist nicht unbedingt Heidelberg das Team, das überholt werden muss, sondern Chemnitz, das eine Woche später noch in der FKG-Halle gastiert. Die ChemCats spielen am Sonntag im Abstiegsduell gegen Schlusslicht Halle. (haz/gsd-nh)

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