BG-Ladies sind nach 68:51 im Finale

Da kommt Freude auf: Die Veilchen Ladies jubeln nach dem 68:51-Sieg über Wolfenbüttel und dem Einzug ins Finale. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Saisonziel war der Klassenerhalt in der zweiten Basketball-Bundesliga, ein halbes Jahr später aber stehen nun die BG 74 Veilchen Ladies im Playoff-Finale um den Aufstieg in die Eliteklasse.

Eine wunderschöne und fast einmalige Geschichte, die nur der Sport schreibt.

Im dritten und entscheidenden Playoff-Halbfinale gegen das Wolfpack Wolfenbüttel gewannen die Göttingerinnen vor der Saison-Rekordkulisse von 850 begeisterten Zuschauern mit 68:51 und ließen von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer denn ins Finale einziehen wird. Denn was die Gastgeberinnen vor allem in der Defensive leisteten, war durchaus erstligareif. Ein Beispiel: War die Wolfenbütteler Centerin Raelyn Prince im zweiten Spiel beim 70:63-Sieg mit 27 Punkten und 14 Rebounds noch Matchwinnerin, so blieb sie nun mit 16 Punkten unter ihren Möglichkeiten, weil BG 74-Centerin Nicole Jones die Kanadierin diesmal unglaublich gut im Griff hatte und ihr zur Halbzeit lediglich vier Punkte erlaubte.

Hinterher sprach Göttingens Coach Ondrej Sykora aber von einem „Teamwork. Wir waren bereit, hatten uns auf den Gegner exzellent vorbereitet, weil wir wussten, dass es Fünf vor Zwölf war und wir unsere letzte Chance in diesem dritten Spiel nutzen wollten und genutzt haben“. Traurig war verständlicherweise Wolfpack-Trainerin Hanna Ballhaus. „Wir waren mental nicht stark genug, unsere Guards wurden einfach zu gut verteidigt“, anerkannte sie die Leistung der BG 74 durchaus an. Eine tolle Geste von Ballhaus: Als schon eine Minute vor der Schlusssirene der Göttinger sieg feststand, ging Ballhaus zur BG 74-Bank auf ihren Kollegen Ondrej Sykora zu, umarmte ihn und beglückwünschte ihm zum Einzug ins Playoff-Finale gegen die Panthers aus Osnabrück.

Bereits im ersten Viertel deutete sich der spätere Sieg der Veilchen Ladies an, das sie mit 23:14 gewannen. Bis zur fünften Minute konnte das Wolfpack beim 8:9 noch mithalten, doch dann zogen die Göttingerinnen über 14:8 und 18:12 unwiderstehlich auf 23:14 davon. Zehn Punkte steuerte die starke Birte Bencker zu diesem Viertelergebnis bei.

Bis zur Halbzeitpause bauten sie die Führung auf 19 Punkte zum 39:20 aus. Das dritte Viertel gewannen die Gäste zwar mit 16:8, weil in diesen dritten zehn Minuten bei den Ladies etwas die Kraft und die Konzentration nachließ. Die BG 74 ließ die Gäste aber zeitweise nicht mehr als auf neun Punkte herankommen (49:40/51:42), weil Spielmacherin Monique Smalls in den entscheidenden Phasen traf und mit 23 Punkten am Ende Topscorerin dieser Partie war. Als dann auch noch Wolfenbüttels Klaudia Grudzien in der 36. Minute mit ihrem fünften Foul das Parkett verlassen musste, war der Sieg der Ladies in Sack und Tüten. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Wir waren einfach nicht so bissig wie die BG und hatten zu viele Ballverluste“, meinte die BGerin Grudzien nach dem Spiel.

Veilchen Ladies: Jones 13, Thüring 5, Pilz 1, Hirmke 2, Polonyiova, Dobroniak 3, Daub 1, Bencker 18, Smalls 23, Lücken 2, Zimmermann. Wolfenbüttels Beste: Prince 16, Simon 10, Grudzien 10.

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