DBBL-Pokal-Final-Four in Chemnitz

52:70 gegen Wasserburg - Guter Auftritt, aber BG-Ladies verpassen das Pokal-Finale

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Alles reingelegt gegen den Favoriten aus Wasserburg, aber trotzdem verloren: Göttingens Niederländerin Francis Donders (am Ball) erzielte in der starken ersten Hälfte der Veilchen Ladies elf Punkte.

Chemnitz. Tolle Vorstellung der BG 74 Veilchen Ladies im DBBL-Pokal-Halbfinale in Chemnitz, doch für den Einzug ins Endspiel hat es nicht ganz gereicht. Der haushohe Favorit TSV Wasserburg, zuletzt viermal Meister und Pokalsieger, setzte sich mit 70:52 durch. Zur Halbzeit hatten die Göttingerinnen noch mit 30:27 geführt.

Ja, was war denn da los in der ersten Halbzeit in der Chemnitzer Richard-Hartmann-Halle? Die Göttingerinnen schienen nur so vor Selbstvertrauen zu strotzen gegen den hohen Favoriten. Jana Lücken brachte die BGerinnen in Front, doch wer geglaubt hatte, das sei die einzige Führung gegen Wasserburg, sah sich in der Folge getäuscht. Schwer sogar. Denn die Veilchen Ladies gaben den Vorsprung nicht etwa sofort wieder ab, sondern behaupteten ihn bis auf drei Ausnahmen beim 2:4, 5:6 und 7:8 in der Anfangsphase durchweg.

Die Last vom nervenzerfetzenden Abstiegskampf – sie war offenbar verflogen. Couragiert wie lange nicht mehr traten die Göttingerinnen auf, und dem Top-Team aus Bayern, in dem mit Sophie Perner nur eine deutsche Spielerin stand, fiel wenig bis nichts dagegen ein. Nach sieben Minuten führten die BGerinnen 16:8, TSV-Coach Nikolay Gospodinov reagierte mit der ersten Auszeit.

Doch es änderte sich nichts. Die BG 74 blieb vorn. Göttingen profitierte von vielen Ballgewinnen in der Wasserburger Abwehr. Nach den ersten zehn Minuten hieß es 20:13 für die Mannschaft von Trainer Giannis Koukos.

Und so erfolgreich ging´s weiter! Mitte des zweiten Viertels lagen die Veilchen mit 26:19 in Führung, man wollte es kaum glauben. Mutig und ohne Respekt zogen sie ihr Spiel durch. Am erfolgreichsten präsentierte sich Francis Donders, die zur Halbzeit schon bei elf Punkten angelangt war. Drei von fünf Dreiern zur Pause, das war in Ordnung, Wasserburg verwandelte bis dahin keinen einzigen! Trotz 14:18 Rebounds und 8:5 Turnovers gingen die BG-Ladies mit einem 30:27 in die Kabine.

Nach dem Wechsel boten die Göttingerinnen den Bayerinnen noch minutenlang Paroli, doch so langsam besann sich der Favorit seiner Fähigkeiten und übernahm die Regie auf dem Parkett. Nach dem 37:37 nach 26 Minuten erarbeiteten sich die TSVerinnen eine 49:44-Führung bis zum Ende des dritten Viertels.

Im Schlussabschnitt schwand dann doch zusehends die Konzentration bei den BG-Ladies. In der Abwehr agierte man nicht mehr konsequent genug, sodass der TSV auch vermehrt zu Dreiern kam, die vor allem die Tschechin Petra Zaplatova verwandelte. Fünf Minuten vor Schluss war die Partie beim 64:46 für Wasserburg dann schon entschieden.

Der Rest war Schaulaufen. Dennoch: Die Veilchen Ladies, die dann fast stehend k.o. wirkten, haben sich in ihrem vorletzten Saisonspiel prima aus der Affäre gezogen – so gut es eben geht. Zum Abschluss gab´s den Knalleffekt: Ein Konfetti-regen der Fans. Natürlich in Lila!

BG-Coach Giannis Koukos: „30 Minuten haben wir gut gespielt. Die Teilnahme am Final Four ist für uns schon eine große Sache. Das war das erste entspannte Spiel für uns in der gesamten Saison.“

Am Sonntag (12 Uhr) sind sie im Spiel um Platz drei dabei.

BG 74: Crowder 2, Dobroniak, Donders 11, Janning 9, Karambatsa 4, Lücken 2, Nguyen 2, Pierce 10, Smith 7, Warner 5.

Wasserburg: Deura 4, Galliou-Loko, Holopainen 2, Kazlauskaite 2, Okockyte 10, Palmer 5, Perner 2, Reid 20, Tobin 15, Zaplatova 10. (gsd)

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