BG-Ladies verlieren zweites Playoff-Halbfinale 63:70 in Wolfenbüttel

Alle hören angespannt und aufmerksam zu: Göttingens Trainer Ondrej Sykora (lila T-Shirt) bei einer Auszeit in Wolfenbüttel. Foto: Gleitze/gsd

Wolfenbüttel. Entscheidung vertagt! Die Veilchen Ladies haben am Ostersonntag das zweite Playoff-Halbfinale beim Wolfpack Wolfenbüttel mit 63:70 (31:32) verloren.

Nun müssen sie auf das dritte und entscheidende Spiel am kommenden Samstag wieder in eigener Halle (19 Uhr) setzen, um mit dem zweiten Sieg ins Finale um den Aufstieg zur Basketball-Bundesliga der Frauen gegen Osnabrück einzuziehen, das sich bereits mit dem zweiten Sieg in Opladen fürs Endspiel qualifizierte.

Ausschlag gebend war am Ende ein schwaches letztes Viertel, das mit 9:18 verloren ging. Dabei hatten es die BG-Ladies in den eigenen Händen, einen Haken unter das Halbfinale zu machen. Doch einige falsche Entscheidungen in der „Crunch-Time“ sorgten dafür, dass Wolfenbüttel doch noch gewann.

Trainer Ondrej Sykora sah es zwar anders, lobte aber den Kampfgeist seiner Mannschaft. „Wolfenbüttel hat einfach mehr Glück am Ende gehabt“, meinte der Tscheche.

Beide Teams auf Augenhöhe

Beide Teams lieferten sich wie im ersten Spiel (55:50 für die BG 74) ein Match auf Augenhöhe. Im ersten Viertel arbeitete sich die BG einen 15:9-Vorsprung heraus, vergab ihn aber flugs wieder, so dass das Wolfpack 16:15 nach zehn Minuten führte. Auch im zweiten Viertel bekamen die Göttingerinnen vor allem Wolfenbüttels Kanadierin Raelyn Prince nicht in den Griff, die zur Pause eine Wurfquote von 81 Prozent(!) aufwies. Die Ex-BGerin Klaudia Grudzien hatten sie dagegen unter Kontrolle. Das Center-Duell gegen Göttingens Nicole Jones hatte Prince zur Halbzeit mit 18:9-Punkten für sich entschieden.

Nach der Pause hatte sich die BG 74 nach knapp 27 Minuten eine 47:43-Führung herausgearbeitet. Doch wie schon in der ersten Hälfte ließen es die Veilchen Ladies oft am konzentrierten Abschluss vermissen. Dennoch gingen sie mit einem 54:52 ins letzte Viertel.

Sechs Minuten vor Schluss führten die BG-Ladies dann 61:54 – und gaben die Partie, zu der auch wieder mehr als 50 BG-Fans mitgereist waren, noch aus den Händen. Mit einem 16:2-Lauf drehte das Wolfpack noch das dramatische Match und ließ die Veilchen-Ladies aufheulen.

27 Ballverluste vom Wolfpack

Ein Rätsel bleibt, wie die Göttingerinnen das Spiel angesichts von 27 Wolfenbütteler Ballverlusten und 14 eigenen „Steals“ verlieren konnten. Als Erklärungsansatz dient dabei indes das Rebound-Verhältnis von 46:29 für das Wolfpack. Da halfen letztlich auch drei Dreier von Fee Zimmermann nicht. Die BG hatte letztlich eine Wurfquote von 36 Prozent, die Wolfenbüttelerinnen kamen dagegen auf 50 Prozent. Zwei clever herausgespielte Dreier von Carolin Christen zum 59:61 und zur 66:63-Führung begünstigten letztlich den Wolfenbütteler Sieg.

BG: Jones 22, Thüring 7, Bencker 7, Smalls 14, Zimmermann 11, Lücken 2.

Wolfenbüttel: Prince 27, Christen 19, Grudzien 14, Simon 4, van Doorn 6. (gsd)

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