BG-Ladies vorm dritten Halbfinale: Wolfpack putzen, Panther packen

Groß machen für den Final-Einzug: Göttingens Birte Bencker (am Ball) trifft mit ihrem Team im dritten und entscheidenden Spiel auf Wolfenbüttel um Dreier-Spezialistin Carolin Christen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Auf geht’s, Veilchen Ladies: Erst das Wolfsrudel in die Falle tappen lassen, um sich so die Panther zu schnappen!

Das ist das Ziel der Zweitliga-Basketballerinnen der BG 74 Göttingen vor dem dritten und entscheidenden Halbfinal-Playoff am Samstag (19 Uhr) in der FKG-Halle gegen das Wolfpack Wolfenbüttel.

Während die Veilchen und die Wolfenbüttelerinnen noch um das Aufstiegs-Finale zur Bundesliga kämpfen, können sich die Panthers Osnabrück (2:0-Sieger gegen Opladen) das Duell in Ruhe ansehen und wie am Ostersonntag bereits in der Lindenhalle spionieren.

In der Saison zwei Siege

1:1 steht es zwischen beiden Teams nach dem 55:50-Sieg der Veilchen in der ersten Partie und der 63:70-Niederlage beim Wolfpack. In der regulären Saison hatte Göttingen Wolfenbüttel zweimal geschlagen. „Zuhause gewinnen wir mit den Fans im Rücken“, meinte BG-Coach Ondrej Sykora nach der Schlappe in der Lindenhalle. „Wir müssen Druck auf den Spielaufbau ausüben, um Wolfenbüttel nicht ins Setplay kommen zu lassen.“

Während die BG-Ladies sich als gute „Ballklauerinnen“ erwiesen, dominierte das Wolfpack die Rebounds – vor allem durch die starke Kanada-Centerin Raelyn Prince, die sich im ersten Match satte 20 Abpraller und im zweiten noch 14 sicherte, und die stämmige Ex-BGerin Klaudia Grudzien.

Beide Mannschaften kennen sich nach vier Duellen in dieser Saison aus dem Eff-Eff – „beide spielen auf Augenhöhe“, sagt Wolfpack-Trainerin Hanna Ballhaus zurecht. Die BG hat in der Saison nur ein Heimspiel verloren.

Noch mehr Fans als bereits im ersten Spiel wollen die Wolfenbüttelerinnen mitbringen. 100 Anhänger haben sich angesagt, die Hälfte hatte im ersten Spiel mit Pauken, Trommeln und Tröten für mächtig Stimmung gesorgt.

Tröten am Samstag verboten

Doch den Wolfpack-Fans verbietet die BG jetzt den Einsatz der gas- und druckluftbetriebene Fanfaren und Tröten. Veilchen-Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder begründet diese Maßnahme so: „Wir hatten bei der ersten Partie so viele Beschwerden zum Thema Lärm, dass ich mich zu dieser Entscheidung gezwungen sehe, um unsere Fans zu schützen. Wir sehen Damen-Basketball als Familien-Event, in dem junge und ältere Zuschauer ihren Spaß haben sollen.“ Allerdings: Auch ein Göttinger Fan hatte bei der zurückliegenden Niederlage in Wolfenbüttel eine ohrenbetäubende Fanfare eingesetzt – immer genau dann, wenn die Wolfenbütteler Spielerinnen an der Freiwurflinie standen. (haz/gsd)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.