BG-Ladies vor wichtigen Spielen: Geld für Neuzugang ist jetzt da

Richard Crowder

Göttingen. Nach den ersten acht Spielen ist Aufsteiger BG 74 Göttingen auf den elften und damit vorletzten Platz in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) abgerutscht, weil Saarlouis bei Schlusslicht Heidelberg gewonnen hat. Die Wucht und die Zwei-Klassen-Gesellschaft in der 1. Liga haben die Veilchen Ladies jetzt bereits in mehreren Spielen leidvoll erfahren. Während der Länderspiel-Pause Zeit für eine erste Zwischenbilanz und Überblick.

„Das Spiel, das wir gewinnen mussten, haben wir gewonnen“, sagt Roland Emme-Weiß, neben Richard Crowder der zweite Geschäftsführer. „Die Leistungen waren nicht immer optimal“, legt Crowder einen durchaus kritischen Maßstab an. „Mit unserer ersten Fünf sind wir zumindest zeitweise konkurrenzfähig. Wenn dann irgendwann die Kraft nachlässt, erklären sich auch die teils hohen Niederlagen.“ Damit soll nun erst einmal Schluss sein.

Denn die nächsten fünf Wochen werden für die BG-Ladies zu den Wochen der Wahrheit! „Das kann man so sagen“, bestätigt Crowder, dessen Tochter Jennifer zuletzt gegen Marburg die gesamten 40 Minuten durchspielte. In den folgenden Spielen können die Göttingerinnen wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln: • 19.11. in Chemnitz (Platz 9) • 26.11. gegen Saarlouis (10.) • 2.12. in Bad Aibling (6.) • 16.12. in Heidelberg (12./erstes Rückrundenspiel)

„Jetzt müssen wir punkten. Von diesen vier Spielen sollten wir zumindest zwei gewinnen“, hofft Richard Crowder, der den bisherigen Spielplan für sein Team „suboptimal“ findet. Womit er sicher Recht hat, denn zum Saisonstart mussten die Veilchen-Ladies gegen alle Top-Teams spielen. Crowder: „Deren Etat ist mindestens doppelt so hoch wie unser.“

Apropos Etat: Das Geld für eine weitere Spielerin sei jetzt da, sagt Emme-Weiß. „Wir haben Geld in einem so überschaubaren Rahmen akquiriert, dass wir eine Verstärkung holen können. Wir müssen einfach personell nachlegen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Wir haben eine starke ,starting five’, aber wir wussten, dass wir quantitativ Probleme bekommen.“

Emme-Weiß weiter: „Wir haben zwei, drei Spielerinnen auf dem Zettel, ich habe mit mehreren Spielerinnen-Agenten telefoniert.“ Das Problem: Die BG-Ladies benötigen eine deutsche oder eine „Bosman A-Spielerin“, die innerhalb kurzer Zeit spielberechtigt ist. A-Spielerinnen sind aus europäischen Staaten, die Deutschland angeglichen sind, so der BG-Chef. Bei einer „Bosman-B-Spielerin würde es zu lange mit der Aufenthalts- und Spielberechtigung dauern. Optimal wäre es, eine Neue bis Anfang kommender Woche zu holen. Daran glaubt Crowder jedoch eher nicht. Für den Fall der Fälle beugt er aber schon mal vor: „Wir müssen nicht mit aller Gewalt erstklassig bleiben.“ (haz/gsd-nh)

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