BG-Ladies im zweiten Halbfinale: Sieg oder Saisonschluss

Wilder Kampf um den Ball: Hannovers Stefanie Grigoleit (rechts) angelt sich das Leder gegen die BGerinnen Birte Bencker (20) und Raven Anderson (25). Hannovers Alexa Höltermann (11) mischt auch noch mit. Foto: Petrow/gsd

Göttingen. Am Samstag ab 19 Uhr gilt’s in der FKG-Halle für die BG 74 Veilchen Ladies! Nach der 67:78-Niederlage im ersten Halbfinal-Playoff beim TK Hannover wollen die Göttingerinnen mit einem Sieg im Rückspiel ein drittes und dann entscheidendes Spiel im Modus „best of three“ erzwingen.

Es wäre allerdings die erste Saisonniederlage, die der Turnklubb (mit zwei „b“) in dieser Saison erleiden würde. Gleichwohl rechnet sich das Team von Trainer Hermann Paar schon eine Chance aus, dem übermächtig erscheinenden Gegner Paroli bieten zu können. Die Entwicklung zeigt, dass dies möglich ist. Denn das Hinspiel in der Punktserie verloren die Veilchen Ladies noch deutlich zuhause mit 53:96, waren absolut chancenlos gegen die Hannoveranerinnen, die sich den Aufstieg als Ziel gesetzt haben.

Jeltema und Grigoleit stoppen

Im Rückspiel, der letzten Partie in der Punktrunde, aber boten die Göttingerinnen dem Favoriten lange Zeit ein enges Match, dass am Ende der TKH vor eigener Kulisse aber dennoch mit 81:71 gewann. Und nun in der ersten Playoff-Begegnung am vergangenen Wochenende konnte Hannover ebenfalls erst in den Schlussminuten den Sieg eintüten.

Allerdings zeigte sich in den bisherigen Auseinandersetzungen dieser beiden Teams, dass die BGerinnen erhebliche Nachteile unter dem Korb haben. Beleg dafür war im ersten Playoff-Spiel das Rebound-Verhältnis von 60:35 zugunsten der Landeshauptstädterinnen, zumal die 1,87 m große Centerin Vera König der Veilchen Ladies aufgrund eines Nasenbeinbruchs weiterhin ausfiel und weiter ausfällt. So lastet die Arbeit unter den Körben fast ausschließlich auf den Schultern der 1,88 m großen US-Amerikanerin Raven Anderson.

Aber wie wollen die Göttingerinnen die beiden besten Punktesammlerinnen des TKH stoppen? Melissa Jeltema und die in Göttingen aufgewachsene, ehemalige BG 74-Spielerin Stephanie Grigoleit hatten in den beiden letzten Begegnungen dieser beiden Teams je zusammen 46 Punkte, also jeweils mehr als die Hälfte aller Hannoveraner Punkte erzielt. Jedoch gilt es, nicht nur dieses Duo in den Griff zu bekommen. Da wären noch weitere erstligaerfahrene Spielerinnen beim TKH mit Dorothea Richter, Mary Ann Mihalyi und der slowenischen Centerin Katja Kotnik.

Hoffen auf große Kulisse

Doch bange machen gilt nicht für die Veilchen, die mit Katarina Flasarova, Raven Anderson und Monique Smalls durchaus auch über sehr gute Spielerinnen verfügen. Dazu kommt die kampfstarke Birte Bencker, Routinier Jana Lücken und überdurchschnittliche Nachwuchskräfte mit der 19-jährigen Jennifer Crowder und der erst 17-jährigen Britta Daub.

„Wir haben zweimal durchaus die Chance gehabt zu gewinnen. Deshalb werden wir jetzt alles daran setzen, um uns mit einem Sieg im Heimspiel das dritte Match in Hannover zu erkämpfen“, sagt BG-Coach Paar, der auf eine große Kulisse hofft. (gsd)

Von Walter Gleitze

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