Basketball-Bundesliga: Schwere Aufgabe für die Veilchen beim Aufsteiger 

BG mit Respekt vorm Aufsteiger Vechta

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Gegen Bamberg wieder der „Alte“: Göttingens Spielmacher Michael Stockton (rechts), hier gegen Bambergs Stevan Jelovac, hofft auf einen Sieg in Vechta.  

Göttingen. Sieben Niederlagen in Folge und damit 0:14-Punkte lasten auf der BG Göttingen.

Nach dem guten Start mit fünf Siegen (inklusive Pokal) hat der Kampf um den Klassenerhalt schon längst wieder begonnen – wie von Trainer Johan Roijakkers schon früh in der Saison prognostiziert. Nach den beiden Bamberg-Pleiten – im Pokal deutlich (64:83), um Punkte knapp (77:78) – erwartet die Veilchen im letzten Spiel 2018 nochmal eine Herkules-Aufgabe: das Auswärts-Match bei Rasta Vechta.

Es ist das erste von drei Spielen gegen Niedersachsen- bzw. Nordrivalen in Folge. Denn gleich am zweiten Tag des neuen Jahres gastiert zunächst Braunschweig (2. Januar, 19 Uhr) in der S-Arena, ehe am 5. Januar (Samstag, 20.30 Uhr) Bremerhaven kommt. Und nach dem bisherigen Saisonverlauf drohen in Vechta und gegen Braunschweig möglicherweise weitere Schlappen. Beide Niedersachsen-Teams haben bislang stark performt. „Vechta spielt Basketball mit hohem Tempo, und ihre Verteidigung ist auf allen Positionen sehr physisch“, sagt Roijakkers.

Überraschungsteam Vechta

Vor allem die Rasta-Männer sind die Überraschungs-Mannschaft der Saison! Sieben Siege und nur fünf Niederlagen ließen das Team des spanischen Trainers Pedro Calles, vergangene Saison noch Assistent unter Doug Spradley, auf Platz sechs springen. Da geht die Musik ab im Rasta-Dome! Zumal Vechtas Klubchef Stefan Niemeyer und Calles (jüngster Coach in der Bundesliga) diesmal auch das nötige Glück bei den Neuverpflichtungen hatten.

Der Ex-Gießener Austin Hollins, Thomas Joseph (T.J.) Bray, Max DiLeo – alle schlugen prima ein. Zuletzt holte man als Ersatz für Venkatesha Jois den Ex-Braunschweiger Tyrone Nash, der auch eine Verstärkung darstellt. Dazu sind Seth Hinrichs, Chris Carter und Philipp Herkenhoff weitere Leistungsträger. Als eines der größten Talente gilt zudem Luc van Slooten, der jüngst mit Rasta II in der Regionalliga beim ASC auflief. Wie will die BG da nur bestehen im Rasta-Dome, in dem fünf Rastaner (Hollins, Bray, Nash, Hinrichs, Young) zweistellig scoren? Hollins ist mit 16,2 Zählern pro Spiel fünfbester BBL-Werfer. BG-Kapitän Michael Stockton hat sich mit 14,1 Punkten auf Rang 15 vorgeworfen, wohingegen Penny Williams (13,5) auf Platz 22 abrutschte.

Mit Stockton und Williams sind auch zwei Spieler genannt, die bei der BG im Fokus stehen. Stockton zeigte beim Punktspiel gegen Bamberg wieder, zu was er in der Lage ist. Nach einigen durchwachsenen Partien war der Kapitän wieder der Anführer. Williams konnte dagegen nicht an seine vorherigen Leistungen anknüpfen, Coach Roijakkers erklärte dies mit dessen Fußproblemen. Leichten Aufwärtstrend zeigte auch wieder Mihajlo Andric, der hauptsächlich auf seine Dreier fixiert ist.

Überraschenderweise liegt die BG in vier der sechs wichtigsten Statistik-Daten vor Rasta: Mehr Feldkörbe und Rebounds, bessere Dreier- und Freiwurf-Quote. Aber: Bei den Punkten, die letztlich entscheiden, ist Vechta (80,2) vor den Veilchen (78,5). Und: Vechta ist der größte „Ball-Klauer“ der BBL, nimmt seinen Gegnern mehr als zehnmal pro Spiel die Kugel weg, was inklusive von fast 30 Dreiern auch die zweihöchste Wurf-Frequenz der Liga (66 Versuche) nach Oldenburg ermöglicht. (haz/gsd-nh)

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