Basketball-Bundesliga Männer

BG-Neuzugang hat sich gut eingelebt: Die „2“ ist Nelson Weidemanns Geheimnis

Beidhändig gut: BG-Neuzugang Nelson Weidemann (rechts) im Testspiel gegen Oldenburgs Neuverpflichtung Sebastian Herrera. Auffällig, wie er immer wieder selbstbewusst zu Dreier-Würfen hochsteigt.
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Beidhändig gut: BG-Neuzugang Nelson Weidemann (rechts) im Testspiel gegen Oldenburgs Neuverpflichtung Sebastian Herrera. Auffällig, wie er immer wieder selbstbewusst zu Dreier-Würfen hochsteigt.

Auf den Mund gefallen ist er nun wirklich nicht. Kein Wunder, Nelson Weidemann stammt ja auch aus Berlin.

Göttingen – Und den Hauptstädtern wird ja ihre ureigene „Berliner Schnauze“ nachgesagt. Der Neuzugang der BG Göttingen erzählt über Gott und die (Basketball-)Welt, da macht es einfach Spaß zuzuhören. Bei den Veilchen hat er sich offenbar schon gut eingelebt.

Was sich auch daran zeigt, wie gut er schon Fuß gefasst hat im Team von Coach Roel Moors. „Guter Wurf, Zug zum Korb, Explosivität, Verteidigung“ – das sieht der Guard selbst als seine Stärken an. Und hält darüber hinaus große Stücke auf Moors: „Er ist der erste Trainer, der mir eine Chance gibt, mich zu beweisen. Von ihm habe ich grünes Licht zu werfen, wenn ich auf dem Feld freistehe.“ Zugute kommt Weidemann dabei, dass er den neuen BG-Trainer bereits von der vergangenen Saison aus Bamberg kennt. So hat Moors Weidemann mit nach Göttingen mitgebracht.

Rückblende: Weidemann ist im Berliner Wedding in der Nähe der Max-Schmeling-Halle und des Bezirks Prenzlauer Berg aufgewachsen. Mutter Nelli stammt aus der früheren DDR, Vater John aus Ghana. Die Bezeichnung „Grenzgänger“ treffe auf ihn schon zu, sagt der Neu-BGer über sich. Eine wichtige Bezugsperson war schon damals Bill Borekambi. „Wir beide sind zwei Knallköppe“, schätzt er seinen Cousin.

Nelson Weidemann (links) und sein Cousin Bill Borekambi: „Wir sind zwei Knallköppe!“

Für Experten ist Borekambi ein bekannter Basketball-Name. Er hat unter anderem für Nürnberg gespielt, wohin Weidemann schon mit nur 16 Jahren wechselte. „Ich wollte etwas Neues ausprobieren und aus meiner Komfortzone raus“, sagt Weidemann. Natürlich plagte ihn Heimweh, und im Internat passten etliche Kleinigkeiten nicht. „,Zieh’ es durch“, meinte meine Mutter“, erzählt Weidemann. Er tat es – und wuchs daran. „Eine Super-Zeit“, sagt er heute über seine Phase bei Farmteam Herzogenaurach.

Weidemann wurde besser und besser, was auch Bayern München bemerkte. Ab zum FC Bayern für drei Jahre. Ein Euroleague-Nachwuchsturnier in Belgrad ist noch in bester Erinnerung: „Eine coole Erfahrung!“ Malcolm Delaney (heute in Mailand) war ein früheres Idol, das prägte. Im Bayern-Farmteam spielte Weidemann mit bekannten Namen wie Braunschweigs Karim Jallow. Über Bayern-Sportdirektor Baiesi (zuvor Bamberg) kamen Kontakt und Wechsel zu den Franken zustande.

Und privat? Weidemann ist solo, Auto-begeistert, zockt gern an der Konsole, wäre gern „Formel-1-Fahrer“ („Ich mag den Adrenalin-Kick“) oder „Kfz-Mechaniker“, wie er in Fragebögen angab. Er mag Milchreis und gesundes Fast Food in der Weender Straße. Bei der BG hätte er gern schon mal die Fan-Atmosphäre gespürt. Und wo würde er am liebsten ein freies Wochenende verbringen? Klar doch, in Berlin natürlich.

Nur eine Sache bleibt vorerst ungeklärt! Eigentlich wollte er die Nummer 11 haben, aber die ist bei der BG schon durch Marvin Omuvwie belegt. So entschied er sich wie schon in Bamberg für die „2“. Und was steckt dahinter? Das will er nicht verraten. Weidemann: „Das ist ein Insider-Geheimnis und das soll es auch bleiben!“  (Von Helmut Anschütz/GSD)

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