BG-Neuzugang Malik Mülller: „Ich bin nicht der Dümmste auf dem Feld“

Frohes Fest! BG-Neuzugang Malik Müller (links) und Trainer Johan Roijakkers in der Geschäftsstelle vor einem Weihnachtsbaum mit lila Kugeln. Mit der großen „Kugel“ geht’s am Samstag ab 18 Uhr in der S-Arena gegen Bonn – das Veilchen-Debüt für Müller. Foto: Gleitze/gsd

Göttingen. Seit Dienstag hat der Basketball-Bundesliga BG Göttingen mit dem aus Frankfurt stammenden Malik Müller (23, zuletzt bei Meister Bamberg) einen neuen Spieler auf der Aufbau-Position. Wir sprachen mit ihm.

Hallo Herr Müller, sind Sie eigentlich Fan von Eintracht Frankfurt oder Kickers Offenbach?

Müller: Mehr Offenbach, weil ich daher stamme. Ich liebe Offenbach. Aber ich war schon lange nicht mehr zu Hause. Wenn – dann aber in Offenbach.

Wie kamen sie zum Basketball?

Müller: Ich bin geboren in Frankfurt und in Fort Lauderdale in Florida aufgewachsen. Ich bin da schon mit dem Basketball rumgelaufen, in Deutschland hat mich meine Mutter dazu gepusht. Der EOSC Offenbach hat mich schon mit fünf aufgenommen statt mit sechs wie erlaubt.

Gestern noch für Bamberg, jetzt für Göttingen – wie fühlt man sich da?

Müller: Sport ist nun einmal ein Business. Da kann man eben heute in Bamberg sein, morgen dann in Göttingen und übermorgen in Griechenland oder Spanien. Das gehört dazu.

Hat Sie Johan Roijakkers angesprochen?

Müller: Ja, über meinen Agenten.

Ein Grund für den Wechsel war, dass Sie sich bei der BG mehr Spielzeit versprechen.

Müller: Ja, genau. Ich habe gemerkt, ich werde nicht glücklich mit der Situation in Bamberg, auch wenn du im besten Team der Welt bist, weil du keinen Anteil hast am Erfolg. Du musst dahin gehen, wo du spielst. Ich war dort eben ein junger deutscher Spieler auf der Position 12 oder 13.

Gegen die BG haben Sie mit Bamberg am 6. November elf Punkte erzielt.

Müller: Das war nichts Besonderes. Ich habe nur drei offene Dreier getroffen und einen Drive zum Korb gemacht. Ich habe meinen Job gemacht.

Wie lange haben Sie überlegt zu wechseln?

Müller: Das war keine große Überlegung. Vor dem Braunschweig-Spiel Anfang November war mir klar: Du musst weggehen.

Wo sind Ihre Stärken?

Müller: Ich bin ein sehr physischer Spieler in der Offense wie in der Defense. Ich bin nicht der dümmste Spieler auf dem Feld, habe einen guten Basketball-IQ. Hat man aber kaum sehen können, weil ich wenig gespielt habe.

Was ist Ihr Ziel?

Müller: So gut spielen wie möglich. Ich sehe Göttingen als Plattform, will dem Team geben, was ich kann.

Kennen Sie jemanden aus dem BG-Team?

Müller: Ja, ich bin mit Dominic Lockhart befreundet, seit wir noch ganz kleine Buben waren. Wir haben früher gegeneinander gespielt. Im letzten Jahr haben wir zusammen in der A 2-Nationalmannschaft gespielt. Dieses Jahr hatte ich bei der A 2 abgesagt, weil ich mich mit Bamberg vorbereiten wollte.

Haben Sie irgendeine Beziehung zu Göttingen?

Müller: Ja, ich kenne Horst Wolf und seine Söhne Enosch und Julius, mit ihm war ich fünf Jahre im Urspring-Internat. Ich kenne die ganze Family, war schon zu Besuch.

Sie haben ein auffälliges Tattoo auf dem Arm.

Müller: Da steht 069, die Vorwahl von Offenbach und Frankfurt, auf dem Rücken ist die Skyline von Frankfurt angefangen. Dafür brauche ich noch drei Termine bei meinem Tätowierer in Nürnberg. Ich bin sehr verbunden mit zuhause. Meine Mutter lebt in Frankfurt, mein Vater gerade in Österreich. (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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