BG-Neuzugang aus Oldenburg im Terminstress: Hart, härter, Lockhart

Mit den „Pappkameraden“ im BG-Trainingszentrum: Göttingens Neuzugang Dominic Lockhart schaute sich am Donnerstag bei seinem neuen Klub um. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Sein Terminkalender ist derzeit prall gefüllt. Das Borislav-Stankovic-Turnier mit der A 2-Nationalmannschaft in Shenzhen (China), wieder zurück nach Deutschland, kurzer Abstecher nach Oldenburg und am Freitagmittag schon wieder zum Nationalmannschafts-Lehrgang im hessischen Rotenburg.

Dominic Lockhart (22) hat momentan viel um die Ohren. Am Donnerstagmittag reichte es aber für eine kurze Stippvisite bei seinem neuen Basketball-Arbeitgeber, der BG Göttingen.

Nicht neu war allerdings das Trainingszentrum. „Ich war schon zwei-, dreimal da“, lächelt Lockhart, der einräumt, dass auch das Trainingszentrum seines bisherigen Klubs Oldenburg da nicht mithalten könne. Auch mit Veilchen-Coach Johan Roijakkers hat Lockhart, der immerhin als deutscher Vizemeister zur BG kommt, bereits gesprochen und sich abgestimmt.

Lockhart stammt gebürtig aus Schweinfurt. „Das ist aber reiner Zufall“, erklärt der Zwei-Meter-Mann. Seine Mutter Sigrid besuchte dort eine Freundin, plötzlich war es mit der Geburt soweit. Seine eigentliche Heimat ist aber Wetzlar, da lag es später nahe, die basketballerische Ausbildung beim nahen Traditionsklub Gießen zu durchlaufen. Mit 18 wechselte Lockhart dann nach Oldenburg: „Meine Mutter und mein Bruder Malcolm brachten mich da hin – und ich stand erstmal allein da.“ Über die Pro B-Mannschaft, deren Trainer damals der heutige Chefcoach Mladen Drijencic war, qualifizierte sich der Neu-BGer fürs BBL-Team, in dem er vergangene Saison alle 43 Pflichtspiele absolvierte. Dazu kamen noch die Champions League-Spiele – ein Mammut-Programm also. Gelobt wurde Lockhart vor allem wegen seiner guten Verteidigungsarbeit. Doch darauf möchte er sich in Göttingen nicht allein kaprizieren.

„Ich würde schon gern eine größere Rolle übernehmen und mehr Spielzeit bekommen“, strebt er ein „neues Level“ an. Dazu gilt es sich indes durchzubeißen, denn den Import-Platz auf der Spielmacher-Position wird Michael Stockton (der Sohn von NBA-Legende John Stockton) einnehmen. Das wird nicht einfach.

Freitag beim Nationalteam

In China war Lockhart jetzt zum ersten Mal. „Da gab’s schon zum Frühstück Reis mit Hähnchen“, berichtet er von diesem Turnier, das das deutsche A2-Team unter der Regie von Ex-Bonn-Coach Mathias Fischer 69:65 gegen Kroatien gewann. In Rotenburg gibt es jetzt wieder deutsche Kost. Bundestrainer Chris Fleming hat ab Freitag 20 Spieler nominiert, darunter auch den Neu-BGer. Den vollen Terminplan rundet dann in der zweiten Augusthälfte die Universiade in Taipeh (Taiwan) ab. Mit dem A2-Team, aus dem er auch den Neu-Göttinger Stephan Haukohl kennt, wieder ab nach Fernost: Hart, härter, Lockhart! (gsd/nh)

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