BG-Neuzugang Simon will's nochmal wissen

Göttingen. Unter den deutschen Spielern ist er in der kommenden Saison der Senior. Nicolai Simon (30) bringt bereits die Erfahrung von mehr als zehn Spielzeiten in der Basketball-Bundesliga mit zur BG Göttingen. „Ich bin hier, um wieder Gas zu geben“, sagt der Shooting Guard, der zuletzt in Braunschweig eine eher unbefriedigende Saison spielte. Über die internen Gründe schweigt des Spielers Höflichkeit.

Nun schlägt Simon (1,90 m, 89 kg) ein neues Kapitel in Südniedersachsen auf. „Ich habe lange geredet mit Johan, er hat mich bewegt zu kommen“, erzählt Simon über die Verpflichtung durch BG-Trainer und Sportdirektor Roijakkers. „Ich möchte wieder meine Stärken zeigen.“ Dazu dürften sicher seine Qualitäten von der Dreierlinie zählen.

Simon ist mit seinen Eltern Sibylle und Heinrich sowie dem älteren Bruder Dorian in Malsch bei Karlsruhe aufgewachsen. Da hat man auch schon mal ein Herz für den KSC, der gerade aus der 2. Liga abgestiegen ist. „Schwierige Zeiten“, schnauft Simon durch.

Bessere Zeiten bei der BG?

Auf bessere Zeiten hofft er nun bei den Veilchen. „Ich bin super sympathisch aufgenommen worden, man hat sich unglaublich gekümmert“, zollt er seinem neuen Arbeitgeber schon mal ein dickes Lob. „Sportlich zählt aber, was man auf dem Feld bringt.“ Wie seine neuen deutschen Teamgefährten Lockhart, Kramer und Haukohl ist auch er „begeistert vom neuen Trainingszentrum – das sticht heraus und sucht seinesgleichen. Das sind einfach Super-Bedingungen!“

Und auch die kurzen Wege gefallen ihm. Zum Training ist er in der Fahrradstadt Göttingen von seinem neuen Domizil (die ehemalige Wohnung von Robert Kulawick) mit seinem Zweirad unterwegs – mit Kindersitz hinten darauf für Töchterchen Siona (1,5). Derzeit ist sie mit Gattin Dominique noch im Stammwohnsitz Berlin. „Die Kleine hat mein Leben bereichert“, sagt er stolz. Demnächst sollen Mutter und Tochter aus der Hauptstadt nachkommen. Im Gespräch ist auch hier ein Job für Simons Frau.

Kennengelernt hat er sie übrigens in seiner Bayreuther Zeit, sie hat wie er dort gearbeitet. Wie das Leben manchmal so spielt. Basketball ist indes nicht alles für das neue Veilchen. Simon, dessen vorherige Stationen Ehingen, Alba Berlin, Paderborn und Tübingen waren, hat per Fernstudium „Internationales Management“ in Ansbach belegt, hat etwa die Hälfte absolviert. Die sportliche Karriere ist ja auch endlich.

Keine Prognose

Und die Atmosphäre bei der BG? „Man merkt die gute Stimmung, man fühlt, dass die Stadt dahinter steht, die Identifikation da ist.“ Vergangene Saison war Simon von der BG überrascht, „sie hat fast over-performed“, also besser gespielt, als gedacht. Der Veilchen-Neuzugang: „Daran würden wir natürlich gern anknüpfen.“ Eine weitere Prognose möchte er noch nicht abgeben: „Das ist jetzt noch schwer zu sagen.“ Ach ja, und was hat es mit seiner Rückennummer 31 auf sich? „Ich bin am 3.1. geboren“. (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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