Power Forward

BG-Neuzugang Stephan Haukohl: Jetzt 24 Punkte gegen Jena?

Stephan Haukohl

Göttingen. Neuzugang Stephan Haukohl ist der BG noch in schmerzlicher Erinnerung. Doch nun soll der Power Forward für die Veilchen Punkte machen.

An diesen Tag werden sich alle Fans der BG Göttingen wohl eher ungern erinnern: Am 19. Februar traten die Veilchen bei Science City Jena an, führten lange, ehe sie im letzten Viertel nichts mehr zuzusetzen hatten und noch mit 92:102 verloren. Maßgeblich beteiligt am Erfolg der Thüringer war ein bestimmter Mann: Stephan Haukohl kam auf 24 Punkte (darunter drei Dreier) – seine Saisonbestmarke! „Da lief es wie aus einem Guss“, erinnert sich Haukohl.

Den müssen wir holen, scheint sich BG-Coach Johan Roijakkers nun wohl gedacht haben. Seit sechs Wochen ist der Wechsel von Jena nach Göttingen perfekt, nächste Saison darf Haukohl gern wieder 24 Punkte erzielen – vielleicht ja dann GEGEN Jena...

Gut, so simpel ist der Wechsel natürlich nicht vonstatten gegangen. Roijakkers hat sich bei der Verpflichtung natürlich etwas gedacht: Der 2,05-Meter-Hüne soll Kapitän Dominik Spohr (zurück nach Hagen) als Power Forward nachfolgen. Haukohl erhofft sich, seine Position im Team zu erarbeiten. Sein ausländisches Pendant auf der Position „4“ wird der bisherige Bremerhavener Evan Smotrycz sein.

Ziemlich viel herumgekommen

Mit seinen erst 24 Jahren ist Haukohl schon ziemlich viel herumgekommen. Seine Familie stammt aus Lübeck, zur Welt gekommen ist der Neu-BGer in Stuttgart, wo sein Vater Thomas für ein großes Unternehmen tätig war. Mit Mutter Heike und seinem Zwillingsbruder Niklas, der jetzt in England lebt, zog die Familie später nach München um, wo Haukohl auch hauptsächlich aufwuchs.

Schon mit 16 wagte er den Schritt an das Sportgymnasium in Jena, danach ging’s in die Pro A nach Ehingen und Nürnberg, ehe er 2015 in die Bundesliga sprang – zuerst beim MBC, danach wieder in Jena.

Göttingen-Erfahrungen hat Haukohl bereits vor seiner Jenaer Erstliga-Zeit gesammelt. Mit Ehingen hat er seinerzeit in der 2. Liga gegen die BG gespielt. Als er in Nürnberg war, hatten die Veilchen aber bereits den Aufstieg geschafft.

„In Göttingen will ich mich nun erstmal langsam eingliedern und der Mannschaft helfen“, sagt Haukohl. „Ich glaube, ich passe gut ins neue Team.“ Zumal er auch bereits mit Dominic Lockhart und Dennis Kramer zwei Neuzugänge kennt, mit denen er in der A 2-Nationalmannschaft bei der Universiade spielte. „Aber das neue Team ist ’ne Wundertüte“, weiß auch das neue Veilchen, das von den tollen Trainingsmöglichkeiten im neuen BG-Domizil begeistert ist.

Wolf als Touristenführer

Privat ist Haukohl mit Freundin Josephin liiert, die in Jena studiert. „Ist ja nicht so weit weg.“ Früher spielte er gern mal Fußball, schaut dem FC Bayern in der Champions League zu. Zuletzt war er gern auch mal auf dem Golfplatz anzutreffen. Von Göttingen hat er auch bereits die ersten Eindrücke gesammelt – mit einem speziellen „Touristenführer“: Dem Göttinger Julius Wolf, mit dem er in der vergangenen Saison in Jena zusammenspielte. (gsd/nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.