Basketball-Bundesliga Männer

BG-Pleite gegen Ex-Trainer Patrick

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Im Vorwärtsgang: BG-Spielmacher Bennet Hundt (rechts) setzt sich gegen Ludwigsburgs Khadeen Carrington durch und war wieder bester Scorer. 

Noch immer warten die Männer der BG Göttingen auf den ersten Sieg in der Basketball-Bundesliga. Gegen die MHP Riesen aus Ludwigsburg setzte es am fünften Spieltag beim 77:83 (36:41) die fünfte Niederlage.

Dennoch war BG-Headcoach Johan Roijakkers zufrieden mit der Art und Weise, wie sein Team gespielt hat, nicht jedoch mit dem Ergebnis.

„Mein Team hat mehr als das Maximale aus sich herausgeholte. Mehr ist derzeit nicht drin“, meinte Roijakkers. Für Ludwigsburgs Trainer John Patrick, der mit der BG Göttingen 2010 den EuroChallenge-Cup gewonnen hatte, war es „ein hart umkämpftes Spiel. Es war ein wichtiger Sieg für uns“. Ein Kompliment machte Patrick dem BG-Spielmacher Bennet Hundt. „Er hat uns auf der Pointguard-Position dominiert.“

Zwei Läufe aufseiten der Gäste waren am Ende entscheidend für den Ausgang dieser Partie. Führten die Gastgeber schnell mit 8:3, so drehten die Riesen schon im ersten Viertel das Spiel nach einem 10:0-Lauf mit der Führung zum 13:8. Und als die Veilchen ihrerseits drauf und dran waren, dieses Spiel ebenfalls nach einem 10:0-Lauf von 41:47 zum 51:47 zu ihren Gunsten zu kippen, war es viertelübergreifend (vom dritten zum vierten) ein 18:2-Lauf, mit dem die Ludwigsburger von 54:60 auf 72:62 stellten – die Vorentscheidung vor diesmal nur 2813 Fans (Minusrekord).

„Wir haben Charakter gezeigt, als wir in Rückstand geraten sind und uns ins Spiel zurückgekämpft“, meinte Patrick. Ein Lob hatte Roijakkers für die BG-Fans: „Uns haben heute die Zuschauer sehr geholfen“ – auch wenn es am Ende nicht zum ersten Sieg gereicht hatte.

Gleichwohl hielten die Gastgeber diese Begegnung lange offen, lagen zur Halbzeit lediglich 36:41 zurück. In diesen ersten 20 Minuten blieben die beiden bis dahin schwachen Center Darius Carter und Dennis Kramer punktlos, rissen sich dann aber nach dem Wechsel zusammen, sodass der erst vor zwei Wochen verpflichtete Dylan Osetkowski, der in der ersten Halbzeit bei lediglich etwas mehr als fünf Minuten immerhin sechs Punkte scorte. Auch Elias Lasisi wurde nach dem Wechsel nicht mehr eingesetzt, weil Roijakkers das Gefühl hatte, dass Lasisi nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Eher ungewohnt für die Göttinger, dass sie im Gegensatz zu den bisherigen Saisonspielen das dritte Viertel mit 24:18 für sich entscheiden konnten. Zweifellos zeigten die Veilchen eine Leistungssteigerung, die hoffen lässt, dass das Saisonziel Klassenerhalt nicht in weite Ferne rückt. Denn neben dem Schlusslicht BG hat auch Bayreuth noch kein Spiel gewonnen.  gsd

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