Basketball-Bundesliga Männer

BG-Pleite in Ludwigsburg, Kapitän Stockton verletzt

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Mit nur 13 Punkten erfolgreichster Werfer für die Veilchen in Ludwigsburg: Spielmacher Michael Stockton erzielte elf Zähler davon allein im dritten Viertel. Jetzt bangen die BGer um ihren Kapitän wegen einer Verletzung – bisher ohne genaue Diagnose.  

Ludwigsburg. Die BG Göttingen hat in der Basketball-Bundesliga ihr drittes Spiel in Folge verloren. Bei den MHP Riesen Ludwigsburg gab es vor 3553 Zuschauern eine 52:62 (24:33)-Niederlage.

Insgesamt zeigten die Veilchen eine nicht ausreichende Leistung, kamen nie wirklich in Schlagdistanz. Zu viele Spieler erreichten nicht das Leistungsvermögen, das sie zu Saisonbeginn aufwiesen. Ganz schwach waren die Wurfquote (27 Prozent) und die Dreierquote (15 Prozent).

Schöner Auftakt aber für die Veilchen: Derek Willis nahm den ersten Dreier und versenkte ihn zur 3:0-Führung. Penny Williams brachte die Göttinger danach zweimal beim 5:4 und 7:6 in Front, Dominic Lockhart und Mihajlo Andric (per Dreier) trafen zum 12:8, Darius Carter hatte zuvor einen tollen Block auf Lager.

Das täuschte aber darüber hinweg, dass die Partie zäh und nicht gerade ansehnlich verlief. Flüssiger Basketball sieht anders aus. 15:14 führten die Schwaben nach dem ersten Viertel, obwohl sie sieben Ballverluste aufwiesen, bei den Rebounds aber 15:8 vorn lagen.

Die Göttinger eröffneten den Riesen im zweiten Abschnitt immer wieder zweite Chancen, weil sie ihnen Offensiv-Rebounds gestatteten. Dabei hatte Coach Johan Roijakkers vorm Spiel noch gefordert: „Wir müssen die Rebounds kontrollieren.“ Klappte nicht wirklich.

Korb für BG wie vernagelt

Und auf der anderen Seite war der Korb der Ludwigsburger, deren „Big Man“ Trevor Mbakwe sich am Samstag kurzfristig verabschiedete und die zudem auf Kapitän David McCray verzichten mussten, für die Veilchen wie vernagelt. In den ersten fünf Minuten des zweiten Viertels gelangen nur Stephan Haukohl zwei Punkte.

Kein Spielfluss bei der BG und auch Göttingens Ex-Ludwigsburger Michael Stockton fand fast gar nicht ins Spiel. Er und seine Teamgefährten trafen in der ersten Halbzeit nur zwei von 17 Dreiern – indiskutable zwölf Prozent Erfolgsquote. Insgesamt standen in den zweiten zehn Minuten lediglich zehn Zähler in der BG-Statistik.

Bei einem muss die Halbzeit-Ansprache von Roijakkers besonders gewirkt haben: Michael Stockton traf im achten Versuch seinen ersten Dreier und legte noch sieben weitere Punkte nach, die die BG auf 34:39 heranbrachten. Doch die Gastgeber blieben weiter vorne, unter anderem durch einen irregulären Korb von Waleskowski zum 44:35 – die Zeit war abgelaufen, was die Referees nicht bemerkten. Waleskowski stand auch danach im Fokus: Mit dem Ellenbogen erwischte er Lockhart im Gesicht, bekam dafür ein Unsporliches Foul. Doch apropos Foul: Stockton zog sein viertes persönliches in der 30. Minute – ein Handicap für den BG-Pointguard im letzten Viertel.

Roijakkers sauer auf Jones

Im letzten Abschnitt verkürzte die BG zwar nochmals auf 50:54, doch Ludwigsburg Matchwinner Lamont Jones (21 Zähler) tütete den Sieg für die Schwaben ein. Die halbe BG konnte kaum Akzente setzen, so dass die Niederlage in Ordnung ging. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel Respekt gezeigt, erst in der zweiten dagegen gehalten“, sagt Dominic Lockhart bei Telekomsport.

Coach Roijakkers war sauer: „Alles, was ich zu sagen habe ist: Danke an Lamont Jones zur Verletzung von Michael Stockton. In einer Situation, in der er keine Chance hatte, ihn zu stoppen, tritt er auf das Knie von Stockton und verletzt ihn. Danke.“ Eine Untersuchung soll Klarheit bringen. (haz/gsd)

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