Sieg gegen Tübingen

BG-Rückkehrer Darius Carter: "Wir hatten die Nase voll vom Verlieren“

Auf dem Weg zum gegnerischen Korb: Göttingens Darius Carter (Mitte) lässt sich auch von Tübingens Reggie Upshaw (30) und von Jacob Mampuya aufhalten. Der BGer feierte gegen das Bundesliga-Schlusslicht ein gutes Comeback. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Am Ende dieses ersten Sieges seit dem 12. November 2017 wurde es so emotional wie wohl noch nie zuvor in dieser schwierigen Saison. Nach dem TV-Interview forderten die Fans Darius Carter noch zu einer zweiten Ehrenrunde auf, (fast) jeder wollte mit dem Siegesgaranten noch einmal abklatschen.

Ist der Big Man der BG Göttingen jetzt möglicherweise die Rettung im Kampf um den Klassenerhalt?

„We were tired of losing“, antwortete Carter auf Englisch auf die Frage, wie er den Sieg gegen Tübingen gesehen habe. Frei übersetzt: Wir hatten die Nase voll vom Verlieren. Verständlich nach elf Pleiten in Folge – ohne den so lange verletzten Carter. „Wir haben selbstbewusst gespielt, können mit anderen Mannschaften mithalten. Aber dieser Sieg kann nur der erste Schritt sein.“ Zur Rettung der Bundesliga, meinte Carter damit. Das sahen auch die anderen BG-Spieler ähnlich.

Fans halfen kräftig mit

„DC ist sehr wichtig für uns“, lobte Topscorer Brion Rush (26 Punkte, sechs Dreier) seinen Mitspieler Carter, der im Team meist wegen seiner Initialien nur „DC“ genannt wird. „Das Wichtigste war, dieses Spiel zu gewinnen. Die Fans haben uns sehr geholfen.“

„Dass Carter zurück ist, freut jeden“, meinte Stefan Haukohl, der wohl sein bisher bestes Spiel für die BG ablieferte, nicht nur wegen seiner 14 Punkte. Nicht umsonst wurde der Ex-Jenaer auch von den Fans sozusagen zum „Man of the Match“ gekürt und musste die lange vermisste Sieges-Humba ansagen. „Es war eine Energieleistung, die jetzt Selbstvertrauen gibt. Mit Carter haben wir mehr Präsenz und Variabilität im Team, davon haben alle profitiert.“ Haukohl vergaß auch Neuzugang William Buford nicht: „Er hat gute Pässe gespielt. Er gibt uns auf der Position drei (Small Forward, d. Red.) noch mehr. Es kann nur besser werden.“ Doch auch Haukohl weiß: „Dieser Sieg kann nur der Anfang sein.“

„Wir können definitiv stolz sein“, meinte BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. „Unser Team ist gut mit dem Druck umgegangen, es war eine sehr konzentrierte Leistung. Mit Carter haben wir eine bessere Balance mit dem Inside- und Outside-Spiel (Korb-nah und Korb-fern, d. Red.).“ Neuzugang Buford sei ein „cleverer Spieler. Er kam nicht, um hier alles zu machen, aber er hat alles gegeben, um das Spiel gegen Tübingen zu gewinnen“, so der BG-Chef. „Die Punkte waren wichtig fürs Selbstbewusstsein und für das Umfeld.“

Ein Anfang ist gemacht

Ein Anfang ist jetzt erst einmal im Kampf gegen den drohenden Abstieg gemacht – sehr wichtig, sonst wären die Köpfe völlig unten gewesen. Mit Frankfurt kommt jetzt bereits am Samstag ein weitaus schwererer Gegner als die Tigers. „Gegen die sind wir nur Außenseiter“, meinte Meinertshagen. Mit Sponsorenhilfe soll auch Harper Kamp, der in der vergangenen Woche wegen einer Knieverletzung nicht trainieren konnte und gegen Tübingen fehlte, bis zum Saisonende gehalten werden. (haz/gsd-nh)

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