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BG-Sartorius Juniors vor dem Saisonauftakt: NBBL-Team ist Berovs Herausforderung

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Von: Helmut Anschütz

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Großer Hoffnungsträger im NBBL-Team: Göttingens Emil Bode (am Ball) in der vergangenen Saison gegen Bremerhavens Jan Jesgarzewski.
Großer Hoffnungsträger im NBBL-Team: Göttingens Emil Bode (am Ball) in der vergangenen Saison gegen Bremerhavens Jan Jesgarzewski. © Hubert Jelinek/gsd

Die Bundesliga-Basketballer der BG Göttingen haben gerade mit dem ersten Pflichtspiel wieder losgelegt – in Kürze greift auch der BG-Nachwuchs wieder ein. So zunächst die „Sartorius Juniors“ in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) am 9. Oktober. Die JBBL startet dann eine Woche später.

Göttingen – „Es hat sich einiges getan“, beginnt Venelin Berov als hauptamtlicher Nachwuchstrainer der BG seinen Überblick. Zuerst einmal bei ihm selbst: Er trainiert nicht nur das teils neu zusammengestellte NBBL-Team, sondern jetzt auch die Regionalliga-Männer des ASC.

Berov selbst fungiert dabei als eine Art Schnittstelle zwischen den beiden Teams. Es mache Sinn, die beiden Teams quasi zusammenzuführen: „Trainings- und kommunikationstechnisch und konzeptionell“, so der 33-jährige aus Bulgarien stammende Coach, der der Urlaubsliebe wegen nach Deutschland kam und zunächst in Tübingen studierte und jetzt hier verheiratet ist. So habe man sich auch unter den Klubs verständigt.

Ohne Corona-Restriktionen konnte das NBBL-Team, so Berov, zuletzt gut trainieren für den Start am 9. Oktober bei der Mitteldeutschen Basketball Academy. Der MBC ist eines von vier ostdeutschen Teams, gegen das die BG-Junioren in der kommenden Saison anzutreten haben, weil sie in die Ost-Staffel platziert wurden. Neben Dresden, Erfurt und Chemnitz ist aus dem Norden nur noch Braunschweig als kürzeste Fahrt dabei.

„Die Fahrten sind viel länger als in der Nord-Staffel“, ist Berov nicht gerade erbaut über den Staffel-Wechsel. Zehn Spiele sind in der Hauptrunde zu absolvieren, die ersten beiden Mannschaften rücken in die Aufstiegsrunde vor, die restlichen vier müssen in die Abstiegsrunde.

Aus Altersgründen sind in der vergangenen Saison herausragende Spieler wie Chris Schultz und Joris Herbst verschwunden. Aber mit den 2004-er und -05-er-Jahrgängen haben wir gute Grundlagen gelegt“, sagt Berov. „Ich bin gespannt, wie es läuft. Letzte Saison lag das Scoring auf wenigen Schultern, jetzt ist das anders. Wir haben keine Ausnahmespieler mehr.“ Sondern große Talente wie Emil Bode, dessen Vater Gesellschafter der BG ist, oder Nesthäkchen Gaston Nguyen (erst 14 Jahre), dessen Schwester Lea Nguyen-Manh einst bei den Bundesliga-Frauen der BG 74 spielte. „Wir kümmern uns aber um alle Spieler in dem 17er-Kader“, betont Berov. Die kleinsten im Team sind die Zwillinge Elias und Jonathan Bingert (1,73 m) als Aufbauspieler, der schwerste (102 kg) und längste mit stattlichen 2,07 m ist Janis Jünemann.

„Wir sind tief und breit besetzt“, beschreibt Berov seine Mannschaft, für die nicht unbedingt ein bestimmter Platz als Saisonziel angegeben wird, sondern: Ein Team aufbauen, die Spieler entwickeln, aber eben auch frühzeitig den Klassenerhalt schaffen. Berov: „Wir wollen ein Gesicht bekommen.“

Wie er seine zwei Trainerjobs bei den Junioren und beim ASC schafft? Er sieht dies als „Chance und Herausforderung auch für mich. Ich will etwas bewegen“. Und sich möglichst auch noch für etwas Höheres empfehlen.

Das erste Heimspiel bestreiten die Berov-Boys am 16. Oktober gegen die Niners Chemnitz Academy. Zuhause wird immer sonntags um 15 Uhr gespielt. (Helmut Anschütz/gsd)

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