2. Basketball-Bundesliga: Göttingen weiter Spitzenreiter nach 78:68 gegen Chemnitz

BG-Sieg beim Majok-Debüt

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Das lila Stirnband passt schon mal: BG-Neuzugang Ater James Majok im Handgemenge mit den Chemnitzern Donald Lawson (M.) und Eric Palm (re.) – ein ordentliches Debüt des Australiers.

Göttingen. Die BG Göttingen bleibt weiter das zuhause einzig ungeschlagenene Team in der 2. Basketball-Bundesliga. 2853 Fans feierten das 78:68 (35:36) gegen den BV Chemnitz 99ers – Saisonrekord bei den Veilchen trotz Fußball-A-Juniorenturnier nebenan in der Lokhalle.

Erstmals hatten die Veilchen ihren australischen Neuzugang Ater James Majok dabei. Nach 4:42 Minuten schickte ihn Trainer Roijakkers erstmals aufs Parkett. Nach 6:29 Minuten scorte der 2,08-m-Hüne seine ersten beiden Punkte zum 11:18-Zwischenstand. Dreimal hatte er in der Folge weniger Glück, scheiterte unter dem Chemnitzer Korb. Überhaupt hatten die Sachsen keinerlei Respekt vor dem Spitzenreiter, trafen zunächst vor allem durch Brandon Robinson, der allerdings im zweiten Viertel nach 15 Punkten sein drittes Foul kassierte. Die Veilchen taten sich nach ordentlichem Start schwer gegen die treffsicheren 99ers, kamen aber nach zehn Minuten auf 21:22 heran. Und setzten ihren Lauf mit einer 15:0-Serie fort. Aber die Gäste, deren Fans Göttingens Ex-Chemnitzer Jermain Raffington unsportlicherweise erneut auspfiffen, blieben dran. Nachdem über drei Minuten kein Korb gefallen war, traf Jermaine Mallett für die Göttinger wieder. Doch den letzten Dreier der ersten Hälfte verwandelte Eric Palm für die Sachsen zur Pausenführung.

Als Dominik Spohr die zweite Hälfte mit einem Dreier eröffnete, schien alles für die Veilchen zu laufen. Doch sie hatten erneut eine Schwächeperiode dabei, so dass die Chemnitzer zu einem 10:2-Run ansetzten und plötzlich wieder 48:42 in Front zogen. Aber nach 26:30 Minuten war der Gleichstand wieder hergestellt. Es war in dieser Phase ein beinhartes Match, in dem nun Jeremy Dunbar zweimal zuschlug. 57:56 nach 30 Minuten – nichts war entscheiden in dieser Partie auf Augenhöhe.

Majok mit passablem Debüt

Wie schon so oft kam die große Zeit der BG aber wieder im Schlussviertel. Spohr, Godbold, erneut Spohr, wieder Godbold und Dunbar schenkten Chemnitz fünf Dreier in Folge ein – damit war der 71:61-Vorsprung geschafft und damit auch die Vorentscheidung. Die Sachsen hatten nun keine Antwort mehr, während die Veilchen von den enthusiastischen Fans ins Ziel getragen wurden. Der gestern wie Alex Ruoff eher blasse Harper Kamp „dunkte“ zum 75:68 ein, Marco Grimaldi ließ noch vier Freiwürfe folgen, wodurch der neunte Heimsieg perfekt war.

„Ich liebe diese Fans, das war eine gute Atmosphäre“, strahlte BG-Neuzugang „AT“ Majok nach der Schlusssirene. „Chemnitz war ein hartes Team, wir müssen noch mehr als Mannschaft zusammenspielen. Aber was zählt, ist nur der Sieg“, so der neue „Big Man“ der BG.

„In der ersten Halbzeit haben wir noch unseren Rhythmus gesucht, in der zweiten haben wir ihn dann gefunden“, kommentierte BG-Coach Roijakkers. „Majoks Debüt war gut, aber manchmal weiß er noch nicht, wo er stehen soll. Das braucht noch sechs Wochen. Gut, wie er zur Stelle war, als Kamp in Foul-Probleme kam.“ (gsd)

Von Helmut Anschütz

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