Zum BG-Spiel in Bremerhaven: El-Amin zurück

Am nächsten Sonntag wieder im Zweikampf: Göttingens Spielmacher Khalid El-Amin (links) im bitteren Lokhallen-Hinspiel (77:99) gegen Bremerhavens Lorenzo Williams. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Die hohe 65:100-Niederlage bei den Skyliners in Frankfurt hat die Situation für die BG Göttingen im Kampf gegen den Abstieg aus der Basketball-Bundesliga nicht gerade verbessert.

Vielmehr hatten die Veilchen am späten Sonntagabend noch Glück, dass Ulm gerade noch gegen das aufstrebende Schlusslicht Crailsheim gewonnen hat. Ex-Veilchen Raymar Morgan hatte in der Schlussphase großen Anteil am Ulmer 83:79-Erfolg. Jetzt steht den Göttingern am kommenden Sonntag (15 Uhr) das dritte „Abstiegs-Endspiel“ bei den Eisbären Bremerhaven bevor. Zwei haben sie gegen den MBC und Tübingen in eigener Halle schon vergeigt.

Ein bisschen Hoffnung macht ein Interview, das Khalid El-Amin während der Halbzeit in Frankfurt „telekombasketball-TV“-Reporter Stefan Koch gab. „Ich versuche nächsten Sonntag wieder zu spielen“, meinte der BG-Spielmacher. „Ich habe schon wieder ein bisschen trainiert, ich muss aber vorsichtig sein.“

Gegen Tübingen hatte sich El-Amin im Schlussviertel eine Oberschenkelverletzung eingehandelt. Da man sich bei den Veilchen in Frankfurt eh nicht allzu viel ausgerechnet hatte, verzichtete Trainer Johan Roijakkers auf den „Zauberzwerg“ und schonte ihn für Bremerhaven. „Die BG hatte es extrem schwer ohne ihren Motor“, sagt Frankfurts 1000-Punkte-Sammler Danilo Barthel im „telekombasketball-TV“.

Über den Versuch, mit dem jungen Johannes Menzel aus dem Göttinger NBBL-Team einen Nachwuchs-Spielmacher zu bringen und erst später zunächst Malte Schwarz und dann Andy Onwuegbuzie einzusetzen sowie auf David Godbold und Terrell Everett 15 und mehr Minuten zu verzichten, kann man geteilter Meinung sein. Als „Machtdemonstration“ will Roijakkers dies nicht gewertet wissen. „Everett muss seine Mentalität ändern, sie war letzte Woche wieder nicht gut genug. Es geht nicht um mich, sondern um BG.“ So lange er Vertrauen in Everett habe, bleibe er aber im Team. Zuletzt hatte Roijakkers Everett mehrfach öffentlich „abgewatscht“.

Auch das „Rätsel Ruben Boykin“ klärt der Coach auf. „Boykin hat letzte Woche mehrfach an seiner Fitness gearbeitet.“ Das Ergebnis gab es in Frankfurt: 23-Minuten-Auftritt mit 16 Punkten. Vor kurzem sagte Roijakkers, Boykin sei verletzt und könne kaum eine Kniebeuge machen.

In Bremerhaven geht’s nun praktisch schon um alles. Die Eisbären enttäuschten am Sonntag gegen Gießen (74:82), verloren unter dem neuen Trainer Sebastian Machowski zwei Heimspiele und haben mit zwei Siegen und elf Pleiten die schlechteste Heimbilanz der Liga. Die BG reist mit der zweitschlechtesten Auswärtsbilanz (2-11) an die Nordsee. Was macht Hoffnung? „Dass El-Amin zurückkehrt“, sagte Robert Kulawick im TV. „Nächstes Wochenende ist, wo es zählt.“ (gsd/nh)

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