Basketball-Bundesliga Männer

BG-Spielmacher Anderson bemängelt die Kleinigkeiten

+
Kritisch betrachtet: Göttingens Trainer Johan Roijakkers und sein Spielmacher Kyan Anderson (rechts) waren nicht immer auf einer Wellenlänge. 

Sechs Spiele sind in der Basketball-Bundesliga vorbei – doch noch immer wartet die BG Göttingen auf den ersten Erfolg.

Zwar lieferten die Veilchen das beste Spiel seit Jahren beim haushohen Favoriten in Bamberg ab, glichen sogar mehrfach den Spielstand aus, aber für die entscheidende Wende und vor allem faustdicke Überraschung konnten die Kapitäns-losen BGer nicht sorgen. So steht das Team von Trainer Johan Roijakkers weiter am Tabellenende.

Erneut war in der Brose-Arena ein deutliches Leistungsgefälle in der Mannschaft kaum zu übersehen. Positiv auf alle Fälle: Kyan Anderson überzeugte endlich wieder als Spielmacher, schlüpfte in die gute Rolle des zuletzt ihn übertrumpfenden Bennet Hundt. 19 Punkte von Anderson drückten den Aufwärtstrend aus, vor allem aber auch, dass sich der Ex-Bayreuther Würfe zutraute und Selbstbewusstsein zeigte. Mit dazu neun Vorlagen verpasste Anderson nur knapp ein „Double-Double“ (zwei zweistellige Statistik-Werte). Bei MagentaSport beschrieb er, warum es wieder nicht mit dem ersten Sieg klappte: „Es hapert momentan einfach an den Kleinigkeiten. Wir haben in der Defensive ein paar risikoreiche Aktionen gehabt, für die sie uns haben zahlen lassen. So etwas machen die guten Teams, die bestrafen dich für so was direkt. Wir müssen also wie gesagt die Kleinigkeiten anpassen und dann sind wir schon ein ganzes Stück besser.“

Während es auf der Kreativ-Position im Spielaufbau mit Hundt und Anderson ordentlich läuft, wurde ein anderes Problem offenbar: das der Center. Roijakkers startete mit Darius Carter, brachte danach Dennis Kramer. Mit beiden konnte der BG-Coach kaum zufrieden sein, setzte in der Folge den nachverpflichteten 2,06 m-Riesen Dylan Osetkowski ein, der am Ende 16:44 Minuten gespielt und mit elf Zählern die zweitmeisten Punkte erzielt hatte. Carter (9:47 Minuten Einsatzzeit, nur zwei Punkte), Kramer (8:22, nur vier Punkte) und auch Mathis Mönninghoff (4:08, nur drei Punkte) stecken seit Wochen in einem Tief. „Mönninghoff hat sich in letzter Zeit nicht weiterentwickelt“, meinte MagentaSport-Kommentator Stefan Koch, der auch Carters und Kramers Auftritt in Bamberg als „schwach“ einstufte.

Einerseits also spielte die BG in Bamberg durchaus ordentlich, teilweise sogar gut, andererseits gibt’s weiter Probleme. Coach Roijakkers hat seine eigene Interpretation: „Es geht nicht um Siege, sondern das Maximale herauszuholen. Ich kann mich nicht erinnern, in Bamberg mal so lange mitgehalten zu haben.“ Stimmt natürlich, aber irgendwann müssen eben einfach Punkte zum Klassenerhalt her. Um nichts anderes geht es.

Im Niedersachsen-Duell gegen Oldenburg am nächsten Sonntag (15 Uhr) dürfte dies erneut überaus schwierig werden. So schaut man schon auf das danach folgende Nord-Duell bei Aufsteiger Hamburg Towers (16. November), das dann schon die weitere Richtung vorgeben wird.  haz/gsd-nh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.