BG-Tests: Große Steigerung nach Schlendrian gegen Holland-Teams

Starker Auftritt gegen Zwolle: Malte Schwarz (rechts) dribbelt an zwei Spielern der Niederländer vorbei. Der Ex-MBCer verwandelte gleich fünf Dreier. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Durchwachsen bis schwach am Samstag gegen Groningen, viel besser am Sonntag gegen Landstede Zwolle – das ist das Fazit für die BG Göttingen nach den letzten beiden Heim-Tests in der Vorbereitungsphase auf die neue Saison in der Basketball-Bundesliga.

Zwar gab es gegen Groningen einen 71:59-Erfolg, doch Trainer Johan Roijakkers war unzufrieden. „Danach gab es einen Einlauf“, war aus Teamkreisen zu hören. So lief es gegen Zwolle beim 92:87 weitaus besser.

Dabei zeigten die Veilchen vor 812 Zuschauern eine gute kämpferische Einstellung, ließen sich auch von hohen Rückständen in der Anfangsphase (3:15, 14:27) nicht beeindrucken. Die Göttinger legten viel mehr Engagement, viel mehr Einsatz in die Partie und kämpften sich mit großem Willen ganz langsam zurück ins Spiel. So hieß es nach 15 Minuten schon 32:35 und zur Pause 43:45.

Nach dem Wechsel schaffte Robert Kulawick beim 57:56 die erste Führung für die BGer, die gegen die schnellen Holländer nun richtig heiß liefen. Zu überzeugen wusste dabei vor allem Malte Schwarz, der am Ende fünf Dreier getroffen hatte. Zweistellig punkteten auch David Godbold, Shane Edwards, Harper Kamp und Kulawick.

Der Ball lief in der zweiten Hälfte gut durch die lila-weißen Reihen, die Veilchen ließen einfach nicht locker und wahrten den Vorsprung bis zum Schluss. Roijakkers hatte am Sonntag auf Armon Johnson verzichtet, was eine weitere disziplinarische Maßnahme zu werten war.

Minard in Kabine geschickt

Am Samstag waren die Göttinger zu einem 71:59 (46:30)-Sieg gegen den holländischen Pokalsieger Donar Groningen gekommen. Dabei fingen die Veilchen wie bereits in mehreren Testspielen durchaus stark an und heizten ihrem Gegner gehörig ein. Doch nach einem guten ersten Viertel begann der BG-Express bereits Mitte des zweiten Abschnitts zu stottern – fing sich aber nach einigen Aussetzern wieder, so dass zur Pause ein respektables 46:30 auf der Anzeigetafel stand.

Die zweite Hälfte bot dann allerdings nur noch Magerkost. Die BGer verloren zusehends ihren Rhythmus und ihre Treffsicherheit gegen eine Mannschaft, die Coach Roijakkers vorher „Pro A-Niveau“ eingestuft hatte. Der noch verletzte Mathis Mönninghoff sprach sogar nur von Pro B-Niveau, überlieferte Roijakkers.

So gingen beide Viertel mit 11:14 und 14:15 verloren, was zur Folge hatte, dass Roijakkers Ricky Minard nach 33 Minuten in die Kabine schickte, „weil er nicht zugehört hatte“. So war Minards Abgang als temporärer Rausschmiss zu werten. Roijakkers: „Die Spieler sollen zuhören, was ich sage. Wir verlieren im Spiel immer wieder an Intensität und Konzentration. Wir haben keine Größe und Stärke.“ Deutliche Worte für den „BG-Käse“ am Samstag gegen seine sehr engagierten niederländischen Landsleute!

BG gegen Groningen / gegen Zwolle: Kulawick 3 - 10/2, Johnson 3/-, Spohr 4 - 6, Onwuegbuzie 3/1 - 0, Schwarz 6/2 - 15/5, Godbold 8/1 - 17/2, Hadenfeldt 3/1 - 0, Kamp 4 - 10, Minard 11/1 - 7/1, Edwards 13/1 - 18, Boakye 0 - 0, Boykin 14/3 - 9/2. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.