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BG-Trainer Moors: „Haben viel Arbeit vor uns“

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Herausragend: Göttingens Till Pape (19, gegen Stargards Tomasz Snieg) kam auf 19 Punkte.
Herausragend: Göttingens Till Pape (19, gegen Stargards Tomasz Snieg) kam auf 19 Punkte. © Hubert Jelinek/gsd

Der erste Test ging knapp daneben, lieferte Basketball-Bundesligist BG Göttingen aber die ersten wichtigen Erkenntnisse.

Göttingen - Nach der 85:86-Niederlage gegen den polnischen Erstligisten Spojnia Stargard resümierte Veilchen-Chefcoach Roel Moors: „Wir haben aber noch viel Arbeit vor uns.“

Das allerdings war auch kaum anders zu erwarten. Wenn zum Auftakt der Vorbereitungspartien schon alles reibungslos klappen würde, wäre dies zwar sehr schön, aber ehrlicherweise eher unrealistisch. In den sechs weiteren Testspielen gilt es nun für Moors und seinen Co-Trainer Olivier Foucart, die richtige Mischung, die richtige Formation zu finden und das Potenzial der Spieler herauszukitzeln.

„Ich habe von diesem Spiel nicht viel erwartet, weil ich im Training sehe, dass wir noch nicht so weit sind. In der ersten Halbzeit haben wir nur 34 Punkte zugelassen - das war gut. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir fast ohne Intensität in der Verteidigung gespielt und mehr Energie in die Pfiffe der Schiedsrichter investiert als in alles andere. In der ersten Halbzeit hat man unser Potenzial aber gesehen. Die zweite Halbzeit war aber eine Katastrophe“, kommentierte Moors gewohnt freimütig und runzelte die Stirn.

„Die erste Halbzeit war besser als die zweite“, rang BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen der Test-Premiere noch das Positive ab. Er bemängelte vor allem die (zu) „vielen Fouls“. Am Ende hatten die allerdings auch kleinlich pfeifenden Unparteiischen derer 28 an die Veilchen verteilt (Stargard 24), sodass der Reihe nach Rayshaun Hammonds (einer der neuen Center), der quirlige Mark Smith und dann auch noch der neue Kapitän Harper Kamp mit dem jeweils fünften Foul ausschieden.

Was positiv auffiel: Geno Crandall (17 Punkte) versucht als neuer Spielmacher, die Richtung vorzugeben - entweder als Ballverteiler oder indem er selbst forsch zum gegnerischen Korb zog. „Er hat das Heft schon gut in die Hand genommen“, schilderte Meinertshagen einen ersten Eindruck. Als Crandalls Back-up agierte der junge Peter Hemschemeier. Ihre körperliche Präsenz nutzten mehrfach die neuen Big Men Ray- shaun Hammonds (107 Kilo) und Javon Bess (100 Kilo).

Erfreulich zudem, wie sich Till Pape präsentierte. Der 2,04-Meter-Neuzugang von Zweitligist Kirchheim warf seine 103 Kilo in die Waagschale, war unterm Korb der Polen genauso präsent wie von der Dreierlinie mit vier von fünf Treffern in 16:02 Minuten Einsatzzeit. Als graziler „Tänzer“ durch die gegnerischen Reihen erwies sich Taze Moore. Leichtfüßig brachte er sich in die nötigen Schusspositionen.

Was negativ auffiel, war allgemein die Defensive. Da gilt es für Moors, viele weitere Hebel anzusetzen. Als nächstes am Donnerstag beim zweiten Test bei Zweitligist Paderborn – dann auch wieder mit Harald Frey, der für Norwegen in der WM-Qualifikation 37 (gegen die Slowakei) und 26 Punkte (gegen Dänemark erzielte. (haz/gsd-nh)

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